Hermann Gröhe als stellv. Bezirksvorsitzender bestätigt Niederrheintag: CDU Bezirksverband wählt Vorstand

Ein Teil der Delegierten aus dem Rhein-Kreis Neuss: Im Bild Gabi Pricken, Werner Damblon, Wolfgang Kaiser, Michael Willmann, Heike Troles MdL, Hermann Gröhe MdB, Sven Ladeck, Dr. Jörg Geerlings MdL, Sebastian Heckhausen, Dr. Andreas Hamacher und Lars Christoph.
Ein Teil der Delegierten aus dem Rhein-Kreis Neuss: Im Bild Gabi Pricken, Werner Damblon, Wolfgang Kaiser, Michael Willmann, Heike Troles MdL, Hermann Gröhe MdB, Sven Ladeck, Dr. Jörg Geerlings MdL, Sebastian Heckhausen, Dr. Andreas Hamacher und Lars Christoph.

Seit 4 Jahren ist der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium Dr. Günter Krings der Vorsitzende des CDU Bezirks Niederrhein, der die Kreisverbände Wesel, Kleve, Viersen, Krefeld, Neuss und Mönchengladbach mit insgesamt 15.433 Mitgliedern umfasst. Auf dem Niederrheintag der CDU am Dienstagabend wurde er ohne Gegenstimme in seinem Amt bestätigt. „Die Arbeit für die CDU Niederrhein ist mir seit meiner Zeit in der Jungen Union eine Herzensangelegenheit. Daher freue ich mich sehr über die große Zustimmung. Sie ist ein Ansporn, mich für die Interessen des Niederrheins weiter stark zu machen,“ so Krings.

Die CDU Niederrhein fühle sich in besonderer Weise dem europäischen Gedanken verpflichtet, macht der alte und neue Bezirksvorsitzende in seiner Rede deutlich. „Deshalb haben wir unlängst unseren „Preis für politische Klugheit“, die „Niederrhein-Eule“, an den Vorsitzenden der Europäischen Volkspartei, Joseph Daul, verliehen. Und darum haben wir im CDU-Landesvorstand mit Erfolg für einen guten Listenplatz unseres Kandidaten für das Europaparlament, Dr. Stefan Berger, gekämpft“, erklärte Krings. Er warnte davor, wenn die Europäische Union bei den Brexit-Verhandlungen den Eindruck erwecke, ihr gehe es vor allem um die Abschreckung möglicher Nachahmer eines Austritts. „Gerade als überzeugter Anhänger des europäischen Einigungsprojekts, möchte ich eine Union, die sich auf ihre Stärken besinnt und keine Union, die mit Angst und Schrecken zusammengehalten wird.“ Krings forderte vom neuen EU-Parlament und der neuen Kommission daher einen „Neustart in der europäischen Wirtschaftspolitik“ und betonte mit Blick auf den Endspurt der Austrittsverhandlungen mit Großbritannien: „Es macht auch keinen Sinn, die Briten für ihre offensichtlich Unvernunft bestrafen zu wollen, denn mit ihrer Volksabstimmung zum Brexit haben sie sich selber schon genug bestraft.“

Die CDU Niederrhein sei aber vor allem eine Kommunalpartei. „Die heute Abend beginnende zweijährige Wahlperiode sollten wir nutzen, um die Kommunalpolitik zu einem wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit zu machen. Denn die CDU denkt Politik vom Menschen aus. Und das ist die Grundlage gerade für eine überzeugendes Angebot für die 2020 stattfindenden Kommunalwahlen“, so Krings abschließend.

Ebenso mit guten Ergebnissen wiedergewählt wurden die stellvertretenden Vorsitzenden Marie-Luise Fasse (Wesel), Dr. Marcus Optendrenk (Viersen) und Hermann Gröhe (Neuss). Neu als stellvertretende Vorsitzende ist die langjährige Beisitzerin im Vorstand Kerstin Radomski aus Krefeld und ebenfalls neuer stellvertretender Vorsitzender Stefan Rouenhoff aus Kleve. Komplettiert wird der Bezirksvorstand durch die Beisitzer aus Wesel: Timo Juchem und Ingo Brohl, aus Kleve: Christian Kremer und Dr. Frank Wackers, aus Viersen: Luise Fruhen und Dr. Stefan Berger, aus Krefeld: Tobias Stümges und Britta Oellers, aus Neuss: Dr. Jörg Geerlings und Dr. Andreas Hamacher und aus Mönchengladbach: Annette Bonin und Martin Heinen.

Als Gastredner an diesem Abend nahm sich Hendrik Wüst, Verkehrsminister aus Nordrhein-Westfalen, die Zeit mit den rund 90 Gästen über die nordrhein-westfälische Verkehrspolitik zu diskutieren. Bis 2030 möchte das Land rund 50 Mrd. Euro in die Infrastruktur investieren – auch viele Projekte am Niederrhein werden hier Berücksichtigung finden. „Wir sind dabei, den Stau auf der Straße, auf der Schiene und auch in der digitalen Infrastruktur erfolgreich zu bekämpfen“, resümierte Wüst.