Hermann Gröhe MdB Bundestagsabgeordneter, Jurist, Bundesminister a.D.

Hermann Gröhe MdB

ammelte seine ersten politischen Erfahrungen als Schüler am Neusser Quirinus-Gymnasium in der Schüler Union und der Jungen Union, deren Vorsitzender im Kreis Neuss er von 1983 bis 1989 war. Als junger Kreistagsabgeordneter im Kreis Neuss (1984 bis 1989) engagierte er sich besonders in der Landschaftsplanung und im Umweltschutz. Während des Studiums der Rechtswissenschaften an der Universität Köln war Hermann Gröhe in der Fachschaftsvertretung und im Studentenparlament tätig.

Als Vorsitzender der Jungen Union Deutschlands (1989 bis 1994) und als Sprecher der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion von 1994 bis 1998 machte er sich schnell in der Bundespolitik einen Namen als engagierter Vertreter der jüngeren Generation. Ein ausreichendes Lehrstellenangebot, die Modernisierung der beruflichen Bildung und der Hochschulen, Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit, bessere Chancen für Existenzgründer und die Politik für junge Familien waren Schwerpunkte seiner Arbeit. Von 1998 bis 2005 hatte Hermann Gröhe das Amt des Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Bundestages inne. Sein Einsatz galt insbesondere der Durchsetzung von Religions- und Glaubensfreiheit, von Presse- und Meinungsfreiheit sowie den Kinder- und Frauenrechten.

Von November 2005 bis Ende September 2008 war Hermann Gröhe als Justiziar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion tätig. Seitdem gehörte Hermann Gröhe, der in den vergangenen Jahren bereits als Sprecher für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe dem erweiterten Fraktionsvorstand angehört hatte, dem geschäftsführenden Fraktionsvorstand und damit dem engeren Führungskreis der Unionsfraktion an.

Über seine Tätigkeit als Justitiar hinaus war in den vergangenen Jahren für Hermann Gröhe die Außenpolitik als Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages ein besonderer Schwerpunkt der parlamentarischen Arbeit. Am 4. April 2006 wurde er zum Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im BND-Untersuchungsausschuss gewählt.

Am 1.10.2008 wurde Hermann Gröhe von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Staatsminister ernannt. In dieser Position war er bis September 2009 verantwortlich für die Bund-Länder-Koordination, den Abbau der Bürokratie und die Kontakte zum Parlament.

Von 2009 bis 2013 war er Generalsekretär der CDU Deutschlands und von 2013 bis 2018  Bundesminister für Gesundheit.

Im März 2018 wurde Hermann Gröhe zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag gewählt.

Von September 2001 bis November 2009 war er Vorsitzender der CDU im Rhein-Kreis Neuss und gehört seit dieser Zeit dem Bezirksvorstand der CDU Niederrhein als beratendes Mitglied an, 2014 wurde er zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden gewählt.

Fest verwurzelt im bürgerschaftlichen Leben seiner Heimat marschiert Hermann Gröhe seit über 20 Jahren beim Neusser Schützenfest im Schützenlustzug "Frischlinge" mit, engagiert sich aber auch im Winterbrauchtum, so z.B. als Ehrensenator der "Blauen Funken", der Karnevalsgesellschaft "Grün-Weiß-Gelb" und der BKG der Heimatfreunde.

Der aktive evangelische Christ wurde im November 1997 in den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gewählt, dem er bis 2009 angehörte. Bis heute ist er Mitglied der Synode der EKD, dem Kirchenparlament der Evangelischen Kirche. Von November 2000 bis Oktober 2008 war Hermann Gröhe Vorsitzender des Diakonischen Werkes in Neuss.

Gemeinsam mit Ehefrau Heidi und den vier Kindern Bernhard, Cornelius, Matthias und Johanna lebt er im Herzen von Neuss.