Wechsel an der Spitze des Sozial- und Gesundheitsausschusses Barbara Brand folgt als neue Vorsitzende auf Dr. Hans-Ulrich Klose

Die heutige Sitzung des Kreistages wird wieder einmal geprägt sein von weitreichenden Entscheidungen. Neben den Beschlüssen zur Pflegebedarfsplanung und der Gründung einer Service- und Koordinierungsgesellschaft, um dem Mangel an preisgedämpften Wohnraum im Rhein-Kreis Neuss entgegenzutreten, erfolgt in der Sozialpolitik des Kreistages eine personelle Zäsur.

Seit 58 Jahren bekleidete Dr. Hans-Ulrich Klose (CDU) den Vorsitz des Sozialausschusses des Kreistages. In den Anfängen noch im Kreis Grevenbroich, später im Rhein-Kreis Neuss. Mit seiner Motivation, sich stets für das Wohl seiner Mitmenschen einzusetzen, wurde er zu einem bestimmenden Akteur in der Sozialpolitik des Kreises. Die Entwicklung innovativer Konzepte wie den „Silberne Plan“ oder auch die Kooperation des Kreises mit den Verbänden der allgemeinen Wohlfahrtspflege, die Einrichtung von sozialen Einrichtungen, wie den Seniorenheimen des Kreises in Korschenbroich und Grevenbroich hat er maßgeblich mitbestimmt. Jetzt reicht er den Staffelstab weiter an die Dormagener CDU-Kreistagsabgeordnete Barbara Brand.

„Der sozialpolitische Gestaltungsspielraum der Kommunalpolitik war in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik noch deutlich ausgeprägter vorhanden, als es heute der Fall ist, nachdem sich der Sozialstaat sukzessive etabliere. Insofern hat es die CDU-Kreistagsfraktion in dieser Phase als ihren Auftrag angesehen, mit neuen Ansätzen hilfs- und pflegebedürftigen Menschen unterstützende und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Maßnahmen und Lebensmodelle anzubieten. Dabei haben wir frühzeitig auf wissenschaftliche Studien gesetzt, die es uns auch erlaubten langfristige Ansätze zur effektiven Verbesserung der Lebensumstände für die Menschen im Rhein-Kreis Neuss zu entwickeln und stets an sich wandelnde Gegebenheiten anzupassen – damals ein höchst innovativer Ansatz“ stellt Dr. Klose dar und verweist auf die Kontinuität der Sozialpolitik im Kreis. „Auf diese Weise entwickelten wir die Grundsätze der Sozialpolitik im Rhein-Kreis Neuss. Grundsätze, zu denen sich die CDU im Kreistag auch heute bekennt. Dies macht auch der Umstand deutlich, dass der Kreis immer Leistungen im sozialen Bereich erbracht hat, die über seine gesetzlichen Pflichten hinausgehen.“

Dr. Klose bleibt nachdem er den Vorsitz des Sozial- und Gesundheitsausschusses an Barbara Brand abgeben hat weiterhin Mitglied des Ausschusses. „Ich freue mich sehr, dass mit  Barbara Brand eine verdiente Kreistagspolitikerin den Ausschussvorsitz übernimmt und ich ihr so beratend zur Seite stehen kann“ fügt er zufrieden hinzu.

Die Rolle als Vorsitzende eines Ausschusses ist Barbara Brand beileibe nicht fremd, leitet Sie doch schon seit mehreren Jahren erfolgreich den Polizeibeirat des Rhein-Kreises Neuss. „Gleichwohl bin ich Dr. Klose dankbar, dass ich mich auf sein enormen Wissens- und Erfahrungsschatz im sozial- und gesundheitspolitischen Bereich verlassen kann“ macht Brand deutlich. „Ich habe Respekt vor den vor mir liegenden Aufgaben, freue mich aber sehr, die erfolgreiche Sozialpolitik der CDU im Rhein-Kreis Neuss fortführen zu dürfen.“ Auf ihre erste Sitzung als Vorsitzende des Ausschusses will sie sich in den kommenden Wochen „intensiv vorbereiten“.

Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Dieter W. Welsink, sieht den personellen Wechsel als gelungenes Beispiel für einen geordneten Übergang, bei dem erfahrene Politiker ihren Nachfolgern „eine umfassende thematische Einarbeitung“ ermöglichen. „Die gesamte Fraktion hat den allergrößten Respekt vor der Entscheidung von Dr. Hans-Ulrich Klose. Damit hat er den Weg frei zu einer gelungenen Staffelübergabe gemacht. Seine Verdienste für den Rhein-Kreis Neuss und speziell für dessen Sozial- und Gesundheitspolitik sind von unschätzbarem Wert und haben die Lebensumstände vieler hilfsbedürftiger Menschen im Kreisgebiet positiv beeinflusst.

Mit Barbara Brand als neue Vorsitzende erhält der Ausschuss eine überaus engagierte und fähige Kommunalpolitikerin, die sich auf politischem Weg, wie auch privat für ihre Mitmenschen einsetzt. Ich wünsche ihr bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe viel Erfolg und stets eine glückliche Hand!“