Kreisausschuss fasst Beschlüsse zur Fusion der Krankenhäuser Am Puls der Zeit

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In einer Sondersitzung am 11. Juli 2019 fasste der Kreisausschuss für den Gesellschafter Rhein-Kreis Neuss parallel zum Rat der Stadt Neuss die nötigen Beschlüsse zur Fusion der kommunalen Krankenhausgesellschaften im Kreisgebiet. Der Rat hatte bereits am 5. Juli mit deutlicher Mehrheit für die Verschmelzung der bislang eigenständigen Gesellschaften votiert.

Dr. Dieter W. Welsink, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, zeigte sich hocherfreut und erleichtert: „Diese Entscheidung ist eine der weitreichendsten, die wir in den letzten Jahren auf Kreisebene zu fällen hatten. Und ich bin außerordentlich froh, dass die wichtige und zukunftsträchtige Verschmelzung zu einem Klinikum mit vier Standorten dank der akribischen und vorbildlichen Zusammenarbeit unseres Landrates Hans-Jürgen Petrauschke mit Bürgermeister Reiner Breuer letztlich über Fraktionsgrenzen hinweg beschlossen wurde. Die Einsetzung des Lenkungsausschusses zur Intensivierung der Verhandlungen und zur Abstimmung der zukünftigen operativen Prozesse hat maßgeblich zur positiven Beschlusslage für die Fusion geführt. Insofern gilt mein Dank natürlich auch den Mitgliedern dieses Gremiums und insbesondere unserem Vertreter Wilfried Jacobs für die geleistete Arbeit.“

Aktuell steht noch der positive Bescheid der Finanzverwaltung zur Gründung der neuen Gesellschaft aus. Diese soll bis zum 31. August, rückwirkend zum 01. Januar 2019, erfolgen.

„Damit wäre der Part der Politik zur Verschmelzung abgeschlossen und das operative Geschäft muss seine Arbeit aufnehmen. Da gibt es eine Menge zu tun und es wird Zeit brauchen, aber mit unserer Entscheidung haben wir die Grundlagen für eine langfristig innovative medizinische Versorgung der Menschen im Rhein-Kreis Neuss geschaffen. Das ist wirklich ein Grund zur Freude“ merkt Dr. Welsink ein wenig stolz an und richtet seinen Blick auf die generelle Entwicklung des Krankenhauswesens im Land: „Wenn wir uns die Aussagen unseres Landesgesundheitsministers Karl-Josef Laumann und seine Konzepte zur Umstrukturierung der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen anschauen, dann kann ich nur sagen: wir haben die richtigen Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt getroffen! Auch Bundesgesundheitsminister Spahn sieht eine Verschlankung der Krankenhausinfrastruktur in der Bundesrepublik für geboten. Als zehngrößte kommunale Krankenhausgesellschaft Deutschlands mit dann 3800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 1200 Betten wird das neue Klinikum ein attraktiver Arbeitgeber für medizinisches Fachpersonal sein und eine qualitativ hochwertige Versorgung leisten können. Insofern sind wir mit der Fusion der kommunalen Krankenhäuser ganz eng am Puls der Zeit.“