Bundesvorstand der Senioren Union:

Altersbericht der Bundesregierung - Notwendiges nicht aufschieben

Die Digitalisierung bietet älteren Menschen viele Chancen, möglichst lange ein selbständiges und eigenverantwortliches Leben zu führen. Diese wegweisende Erkenntnis aus dem Achten Altersbericht der Bundesregierung deckt sich mit Forderungen der Senioren-Union der CDU nach größerer Teilhabe der älteren Generation an der Digitalisierung vieler Lebensbereiche.

Einen Aspekt heben die CDU-Senioren besonders hervor: „Die ersten Erfahrungen aus der Corona-Krise müssen Anlass sein, in Alters- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und Behinderteneinrichtungen umgehend Zugänge zu leistungsfähigen Internet-Verbindungen zu schaffen. Der „Lockdown“ hat bewiesen, wie wichtig digitale Kommunikation auch und gerade für die ältere Generation ist. Es ist jetzt Zeit zu handeln, Bewohner und Patienten leiden nach wie vor unter der Vereinsamung und dem fehlenden Kontakt zu Angehörigen, zu Kindern, Enkeln oder Urenkeln. Es gilt, das Gefühl der Isolation zu mindern“, sagt Prof. Dr. Otto Wulff, Bundesvorsitzender der Senioren-Union.

Weil die aktuell wieder ansteigenden Infektionszahlen zeigen, dass die erforderlichen Maßnahmen keinen Aufschub dulden, fordert Wulff: „Aus Ankündigungen und Versprechungen, aus „sollte“ und „könnte“, muss eine Verpflichtung, ein zwingendes „Muss“ werden.

Es müsse deswegen kurzfristig erreicht werden, dass für die Einrichtungen und Heime in den nächsten Monaten die technischen Voraussetzungen zur Nutzung des Internets zur Verfügung stehen. Das gelte auch für eine entsprechende Geräteausstattung zur Mitbenutzung vor Ort, heißt es in einer Stellungnahme der Senioren-Union.

Zu unterstreichen sei – so Wulff – die Feststellung, dass unter den älteren Menschen viele mit digitalen Technologien und dem Internet nicht vertraut sind. Darum müssten Angebote ausgebaut und genutzt werden, um unter Anleitung und praxisnah den Umgang mit den modernen Geräten und Medien zu erlernen.