Anfrage der Landtagsabgeordneten aus dem Rhein-Kreis Neuss Wie stark herrscht Lehrermangel?

Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 3. November 2004

Foto: Dominik Butzmann
Foto: Dominik Butzmann

Eltern- und Lehrerklagen über Unterrichtsausfall und Lehrermangel nehmen nach Aussage verschiedener Abgeordnete auch im neuen Schuljahr zu. Die Abgeordneten des Landtages für den Rhein-Kreis, Dr. Hans-Ulrich Klose (CDU), Karl Kress (CDU) und Heinz Sahnen (CDU) haben aus diesem Grund eine „Kleine Anfrage“ an die Landesregierung NRW gestellt,um „Eltern und Lehrern gleichermaßen sachlich antworten zu können.“ Die Anfrage umfasst vier Themenschwerpunkte: Zunächst, wie viele Lehrer dem Rhein-Kreis im Rahmen des Plans „verlässliche Schule“ zugewiesen wurden, wie viele ausgewiesene Lehrerstellen im Rhein-Kreis unbesetzt sind und wie sich die nicht besetzten Stellen auf die einzelnen Schulformen in der Region auswirken.

Außerdem wurde der Landesregierung durch die Abgeordneten die Frage nach Abweichungen der Klassengrößen von den vorgegebenen Sollgrößen in den einzelnen Schulformen befragt. Die Antworten liegen nun vor. Den Angaben zur Folge wurden zur Sicherstellung des Stufenplans „verlässliche Schule“ 118 neue Lehrer eingestellt. Die Landesregierung wies aber darauf hin, dass die Einstellung von Lehrkräften freie und besetzbare Planstellen vorsieht. Die Stellenzuweisung erfolgt auf Grundlage des Haushalts.

Unbesetzt sind nach Aussage der Bezirksregierung Düsseldorf, die die Besetzung der Stellen organisiert und verwaltet, 20 Plätze im Berufskolleg. Alle anderen Schulformen im Rhein-Kreis seien mit ausreichendem Lehrpersonal ausgestattet. Ein Blick auf die zahlenmäßige Größe der Klassen an den einzelnen Schulformen im Jahrgang 2003/04 zeigt, dass durchschnittlich mehr Kinder in die Schulklassen des Rhein-Kreises gehen als es der Durchschnittswert für NRW vorgibt. Lediglich die Klassengröße des Berufskollegs liegt unter dem Landeswert . Für das aktuelle Schuljahr 2004/2005 lagen noch keine Zahlen vor.