Standortvorteile entscheidend für künftige Entwicklung Stärken des Kreises zur Geltung bringen

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„Mit verbalen Attacken die Nichtberücksichtigung des Rhein-Kreises Neuss bei der Vergabe zukunftsweisender Projekte anzuprangern ist eine, wenn auch keine effektive Art, auf die Bedürfnisse unserer Region aufmerksam zu machen“ urteilt der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Dr. Dieter W. Welsink. Er bezieht sich dabei auf den am 17. Juli in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung veröffentlichten Artikel, in dem die SPD im Rhein-Kreis Neuss, vertreten durch Juliana Conti, Rainer Thiel und Andreas Behncke, die Entscheidung für den Bau eines Batterie-Forschungszentrums in Münster kritisiert.

Dr. Welsink sieht die Entscheidung des Bundesbildungsministeriums durch die eindeutige Faktenlage legitimiert: „Die Wahl des Standortes erfolgte aufgrund einer fachgerechten Analyse der jeweiligen Standortfaktoren durch eine eigens einberufene Gründungskommission. Bei den Mitgliedern dieser Kommission handelt es sich durchweg um Personen, die im Bereich der mit der Batterieproduktion und deren Verwendung verbundenen Wertschöpfungsketten ausgewiesene fachliche Expertisen vorweisen können. Für den Standort Münster spricht die bereits etablierte und europaweit führende Batteriezellenforschung von Professor Dr. Martin Winter und seinem Team an der dortigen Universität. Es wäre Irrsinn gewesen, dieses vorhandene Potenzial nicht auszuschöpfen.“

Der Ansatz der SPD, der Kreis hätte die Ansiedlung des Forschungszentrums dringend benötigt, um die durch die Abkehr von der Braunkohleverstromung wegfallenden Arbeitsplätze zu ersetzen, sieht Dr. Welsink kritisch: „Natürlich müssen mit Blick auf die kommenden Veränderungen alternative Beschäftigungsmöglichkeiten mit hochqualifizierten Jobs ermöglicht und neue Arbeitgeber von unserer Region überzeugt werden. Wir sollten uns dabei aber vor allem darauf konzentrieren, die vorhandenen Potenziale und Standortvorteile des Rhein-Kreises Neuss stärker in den Vordergrund zu rücken. Der Kreis verfügt nicht nur über gute infrastrukturelle Bedingungen und innovationsfreudige Unternehmen, er zeichnet sich vor allem auch durch eine vitale und stark diversifizierte Wirtschaftsstruktur aus. Diese bietet eine Vielzahl von Ansatzpunkten für neue attraktive Arbeitsplätze, die es primär zu nutzen gilt. Forschungs- und Entwicklungszentren sind für unsere Region doch in erster Linie von Vorteil, wenn ihre Arbeit der Erweiterung und Anpassung der hier vorhandenen Wertschöpfungsketten dient und zeitnah Arbeitsplätze schafft.“

Dr. Welsink zeigt sich überzeugt davon, dass der Rhein-Kreis Neuss unabhängig von den strukturpolitischen Veränderungen sein Profil als attraktiver Standort und Lebensmittelpunkt für knapp eine halbe Million Menschen fortentwickeln muss: „Die CDU im Rhein-Kreis Neuss vertritt den Standpunkt, dass eine innovative Wirtschafts- und Heimatpolitik nicht vom Strukturwandel abhängig sein darf. Sollten die kommenden Prozesse einen zusätzlichen Entwicklungsschub für den Kreis und das Rheinische Revier bedeuten, wollen wir diesen selbstverständlich im Sinne der Kreisgemeinschaft nutzen.“