Photovoltaik auf Kreisgebäuden

Klimaschutz mit Augenmaß

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In seiner Sitzung am 18. Dezember 2019 stimmte der Kreistag der Errichtung von zunächst zwei Photovoltaikanlagen auf den Dächern des Erweiterungsbaus der Michael-Ende Schule in Neuss sowie des Kreisgesundheitsamtes in Grevenbroich zu. Der Aufbau dieser Anlagen soll mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit der Investition und den klimapolitischen Zielsetzungen des Kreises nach Möglichkeit schon im kommenden Jahr umgesetzt werden. In den folgenden Jahren sollen dann auch Anlagen auf den Dächern der Berufsbildungszentren Neuss-Hammfeld, Grevenbroich und Dormagen folgen.

Wolfgang Wappenschmidt, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, zeigte sich hoch zufrieden mit diesem Beschluss. „Die CDU-Kreistagsfraktion freut sich, dass die gemeinsam mit der FDP im August 2018 eingebrachte Initiative Früchte trägt und der Kreis absehbar nicht nur Energiekosten durch die vermehrte Nutzung des selbstproduzierten Stroms einsparen, sondern vor allem auch in nicht unerheblichem Maße seine CO2-Emmissionen senken kann.“

Gemäß den Berechnungen der Kreisverwaltung wird durch die Errichtung von fünf dieser Anlagen bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von rund 20 Jahren bis zu 3.400 Tonnen CO2 eingespart. „Bereits im Jahr 2009 wurde eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit von Solar- und Photovoltaikanlagen auf Kreisgebäuden durchgeführt. Damals lagen die nötigen Investitionen aber rund zwei Drittel über dem heutigen Niveau. Die Wirtschaftlichkeit ist somit heute gegeben. Dass die eingehende Prüfung des Nutzungspotenzials der Anlagen durch die Kreisverwaltung fünf lohnenswerte Standorte aufzeigt und diese nun schrittweise ausgestattet werden sollen, ist doch ein starkes Zeichen dafür, dass CDU und FDP in Sachen Klimaschutz gemeinsam mit der Kreisverwaltung an einem Strang ziehen“, so Wappenschmidt weiter.

Nach den Vorstellungen der CDU-Kreistagsfraktion sollen auch in Zukunft mögliche Potenziale für die Installation von Anlagen und deren wirtschaftliche Nutzung auf weiteren Kreisgebäuden geprüft werden. „Es muss also nicht bei diesen fünf Anlagen bleiben.“.  

Für den Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Dieter W. Welsink, steht der gefasste Beschluss sinnbildlich für Klimaschutz mit Augenmaß. „Seit Jahrzehnten betreibt der Rhein-Kreis Neuss eine konsequente Klimapolitik, die stets einem konsensualen Weg folgt. In diesem Fall wurden das technologisch Machbare in Sachen Klimaschutz und die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme gegeneinander abgewogen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Initiative einen starken Beitrag zur weiteren Verbesserung der Klimabilanz des Rhein-Kreises Neuss leisten wird und dabei den Kreishaushalt und somit auch die Haushalte der Städte und der Gemeinde schont. CDU und FDP stehen für Klimaschutz mit Maß und Mitte.“