Gröhe erinnert an Mauerbau

Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 15. August 2005

An den Bau der Berliner Mauer vor 44 Jahren erinnerte am Wochenende der Neusser Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der CDU im Rhein-Kreis Neuss, Hermann Gröhe: „Am 13. August 1961 versuchten die SED-Machthaber vergeblich, die deutsche Teilung zu zementieren. Den unbändigen Drang, den die Menschen in der ehemaligen DDR nach Freiheit, Demokratie und Menschenrechten verspürten, ließ sich durch den menschenverachtenden Bau der Berliner Mauer jedoch nicht bremsen: Dank der friedlichen Revolution von 1989 musste das SED-Regime abdanken.“

Sechzehn Jahre nach dem Fall der Mauer, so Hermann Gröhe, „gelten unsere Gedanken an diesem Jahrestag des Mauerbaus vor allem jenen Menschen, die an Mauer und Stacheldraht Opfer der SED-Diktatur wurden.“ Bei dem Versuch, in die Freiheit zu gelangen, hätten mehr als 1 000 Menschen den Tod gefunden, unzählige seien darüber hinaus verletzt worden oder in den Gefängnissen der DDR gelandet. Dazu Hermann Gröhe: „Wir müssen dafür sorgen, dass gerade bei jungen Menschen in Ost und West, die weder die Gewaltherrschaft der SED noch den Mauerfall erlebt haben, niemals in Vergessenheit gerät, wie viel Leid und Elend die Mauer gebracht hat.“ Klar bekannte sich der Neusser Bundestagsabgeordnete in diesem Zusammenhang „zu einer würdigen und eindrucksvolle Mauergedenkstätte, die an zentraler Stelle unserer Hauptstadt auch emotional an die deutsche Teilungsgeschichte erinnert“.