Kreis-CDU erinnerte an den Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 Dr. Hans-Ulrich Klose: „Die DDR hat sich nie davon erholt!“

v.l.n.r.: Dieter W. Welsink, Dr. Daniela Leyhausen, Dr. Hans-Ulrich Klose, Lutz Lienenkämper MdL, Ansgar Heveling MdB, Hermann Gröhe MdB
v.l.n.r.: Dieter W. Welsink, Dr. Daniela Leyhausen, Dr. Hans-Ulrich Klose, Lutz Lienenkämper MdL, Ansgar Heveling MdB, Hermann Gröhe MdB

Aus Anlass des 60. Jahrestages des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 veranstaltete die CDU im Rhein-Kreis Neuss jetzt eine Gedenkveranstaltung, auf der der stellvertretende Landrat unseres Kreises, Dr. Hans-Ulrich Klose, als Zeitzeuge sprach. CDU-Kreisvorsitzender Lutz Lienenkämper MdL konnte knapp 100 Interessierte „zu dieser hochinteressanten Geschichtsstunde begrüßen“. Seine erste Stellvertreterin, Dr. Daniela Leyhausen, stellte den Redner in einer kurzen aber präzisen Einführung vor.

Der Generalsekretär der CDU Deutschlands, Hermann Gröhe MdB, erinnerte in seinem Grußwort an die „gute Tradition der Kreispartei, Fragen der Deutschlandpolitik und die Unterdrückung der Menschen in der DDR in den Jahrzehnten der Teilung immer wieder zum Thema gemacht zu haben“. Mancher habe Aktionen von Junger Union und CDU zum Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR oder des Mauerbaus belächelt oder als Haltung Ewiggestriger abgetan. Doch, so Gröhe, auch solches Erinnern und Mahnen habe dazu beigetragen, die Tür zur deutschen Einheit bis zu dem Zeitpunkt offen zu halten, als die friedliche Revolution in der DDR die Chance zur Wiedervereinigung bot! Hans-Ulrich Klose, der als Schüler den Volksaufstand miterlebt hatte und jetzt in Korschenbroich lebt, schilderte in seinem Vortrag die damaligen Gegebenheiten, die sich die heutige Jugend gar nicht vorstellen könnten. Er beleuchtete die politischen wirtschaftlichen und volkspsychologischen Hintergründe und versuchte, den Zuhörern die Denk- und Handlungsweisen der damaligen Menschen zu erläutern. Er stellte fest: „Die DDR hat sich nie davon erholt, dass Arbeiter gegen ihre Regierung auf die Straße gingen und ihre Legitimität in Frage stellten.“

Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Dieter W. Welsink, moderierte die anschließende Diskussion und dankte dem Redner sowie der Gitarristin Nicola Stock, Gewinnerin des zweiten Platzes im Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2013, für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung. Auf Anregung von Dr. Heinz Günther Hüsch sangen alle Teilnehmer zum Schluss das Deutschlandlied.