Hermann Gröhe MdB, Heinz Sahnen MdL und Landrat Dieter Patt in der Feuerwehr-Leitstelle des Kreises CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe: "Sicherheitsbedürfnis der Menschen im Zentrum unserer politischen Arbeit"

v.l.n.r.: st. Kreisbrandmeister Heinz Berrisch, Hermann Gröhe MdB, Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker, Landrat Dieter Patt, Kreisdezernent Ingolf Graul
v.l.n.r.: st. Kreisbrandmeister Heinz Berrisch, Hermann Gröhe MdB, Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker, Landrat Dieter Patt, Kreisdezernent Ingolf Graul

Der Vorsitzende der CDU des Kreises Neuss, Hermann Gröhe MdB, und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Heinz Sahnen MdL trafen jetzt in der Kreisleitstelle des Kreises Neuss mit Landrat Dieter Patt, Dezernent Ingolf Graul und Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker zu einem intensiven Gespräch über Fragen des Zivil- und Katastrophenschutzes zusammen. An dem Gespräch nahm auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Heinz Berrisch teil.

Anlass für das Gespräch, so Gröhe, seien für ihn "die spürbaren Sorgen in der Bevölkerung im Hinblick auf die eigene Sicherheit nach den Terroranschlägen vom 11. September" gewesen.

Hermann Gröhe: "Wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst. Für uns steht das Sicherheitsbedürfnis der Menschen im Zentrum unserer politischen Arbeit." Zugleich würdigte er "die sehr beeindruckende Zahl von 1600 Ehrenamtlichen bei den Feuerwehren im Kreise Neuss, die sich mit ganzer Kraft in ihrer Freizeit für unser aller Sicherheit einsetzen und denen wir dafür wahrlich Dank schulden."
Landrat Dieter Patt bestätigte eine steigende Zahl von Menschen, die sich mit Fragen und Sorgen im Hinblick auf die Sicherheitslage meldeten: "In Notfällen ist über die beiden Notrufnummern 112 (Feuerwehr) und 110 (Polizei) rund um die Uhr Hilfe erreichbar." Bewährt habe sich auch eine vom Kreisgesundheitsamt eingerichtete "Hotline", als vermehrt Fragen zum Thema Milzbrand auftauchten. Für den Landrat gibt es "im Kreis Neuss keine besondere Gefährdungslage, wohl aber eine besondere Wachsamkeit der zuständigen Stellen". Kreisbrandmeister Seebröcker erläuterte, dass die schon lange praktizierte Ausbildung im Bereich biologischer und chemischer Gefahren verstärkt wurde. Er wies aber auch darauf hin, dass seit Jahren andauernde Kürzungen für den Katastrophenschutz auf Seiten des Bundes insbesondere im Hinblick auf eine Ausstattung mit Gerät nach dem Stand der Technik schmerzhaft seien. Sein Stellvertreter Berrisch wies in diesem Zusammenhang auf wachsende Aufgaben etwa bei Vorfällen auf den Gleiskörpern der Bahn hin. Auch die neuen Tunnel an der A44 vor der neuen Flughafenbrücke seien in diesem Zusammenhang ebenso zu bedenken wie die Notwendigkeit, die Löschboote zu modernisieren, die auf dem Rhein ihren Dienst tun.

Für den Landtagsabgeordneten Heinz Sahnen "ist es bei der gegenwärtigen Situation überhaupt nicht nachvollziehbar, dass sich das Land über eine sogenannte Pauschalierung der Zuschüsse mehr und mehr aus der Unterstützung der Feuerwehr zurückzieht". In seiner Eigenschaft als Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion wies Sahnen darauf hin, dass "das Thema Sicherheit ein Schwerpunkt auf unserer Klausurtagung im Januar sein wird"