Lehrermangel und Unterrichtsausfall Bezirksregierung muss dringend benötigte Lehrkräfte bereitstellen

Die CDU-Kreistagsfraktion stellt mit Befremden fest, dass es an vielen Schulen im Rhein-Kreis Neuss zu wenige Lehrkräfte gibt. Viele Unterrichtsstunden müssen daher zwangsweise ausfallen. Im Bereich der Regelschulen ergaben Berechnungen, dass beispielsweise an der Käthe-Kollowitz-Gesamtschule insgesamt 27 Unterrichtsstunden fehlten. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Katholischen Hauptschule: dort würden zwei volle Lehrerstellen fehlen.

„Die Situation an den betroffenen Grundschulen und weiterführenden Schulen ist unerträglich“, erklärt Birte Wienands (CDU), die schulpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion. „Es darf nicht sein, dass der reguläre Unterricht an unseren Schulen gekürzt wird, nur weil es die verantwortliche Bezirksregierung versäumt, eine ausreichende Anzahl von Vertretungslehrern bereitzustellen. Die Bezirksregierung darf ihre Fehler nicht unsere Kinder ausbaden lassen.“

Vom Lehrermangel betroffen sind jedoch nicht nur die Regelschulen, sondern auch die Förderschulen des Kreises. So muss an der Schule am Nordpark (Neuss) der Nachmittagsunterricht an drei von vier Tagen gestrichen werden, weil mindestens drei Lehrkräfte fehlten.

„Das ist skandalös“, erläutert Birte Wienands. „Die Bezirksregierung kann aus einer Ganztagsschule nicht einfach eine Halbtagsschule machen. Hier werden Eltern, vor allem Frauen, ungewollt dazu gezwungen, kürzere Arbeitszeiten und damit Gehaltseinbußen in Kauf zu nehmen, nur um die eigentlich zugesicherte qualifizierte Ganztagsbetreuung zu ersetzen. Wir fordern die Bezirksregierung auf, den betroffenen Regel- und Förderschulen unverzüglich eine ausreichende Anzahl von Vertretungslehrern zuzuweisen, damit der ordentliche Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler in Zukunft gewährleistet ist.“

Der Fraktionsvorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Dieter W. Welsink, ergänzt: „Die rot-grüne Landesregierung darf ihren Haushalt nicht zulasten unserer Schülerinnen und Schüler sanieren. Hannelore Krafts Politik basiert angeblich auf dem Prinzip „Kein Kind zurücklassen“. Die Realität an unseren Regel- und Förderschulen spricht aber eine andere Sprache. Wir erwarten, dass diese unhaltbaren Zustände so schnell wie möglich behoben werden.“