Strukturwandel im Rheinischen Revier Zielorientiertes Handeln in erprobten Strukturen

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„Die heutige Sondersitzung des Kreistages hat uns allen vor Augen geführt, dass die Fraktionen im Kreistag in breiten Bereichen und auch Einzelaspekten zum Strukturwandel Konsens herstellen können. Die Diskussion hat auch aufgezeigt, dass ein zielorientiertes Handeln den Kreis und die Region vor einem Strukturbruch bewahren kann. Diese Ansicht vertritt auch die CDU-Kreistagsfraktion und daher haben wir uns gemeinsam mit der FDP in unserem Antrag besonders darauf konzentriert, was wir für den Rhein-Kreis Neuss erreichen wollen – Stichwort Versorgungssicherheit und die Ansiedlung und Schaffung neuer Wertschöpfungsketten mit langfristig gut bezahlten Arbeitsplätzen in der Industrie und Dienstleistungsbranche – und welchen Beitrag die Kreispolitik und der Rhein-Kreis Neuss für den Strukturwandel im Rheinischen Revier leisten können“ beschreibt Dr. Dieter W. Welsink, Fraktionsvorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion die Erkenntnisse aus der Sitzung des Kreistages, zu der auch Referenten des mit nachhaltigen Entwicklungsstrategien vertrauten Wuppertal-Institutes sowie des RWE geladen waren. 

Die Fraktionen machten in der Sitzung ihre jeweiligen Standpunkte deutlich und einigten sich darauf, die gewonnen Erkenntnisse zur weiteren Beratung in die Fraktionen zu verweisen. Dr. Welsink sieht den Rhein-Kreis Neuss mit Blick auf die anstehenden Aufgaben auf einem sehr guten Weg und vertraut dabei auf vorhandene Strukturen: 

„Der sehr detaillierte Bericht über das Konzept des RWE zur möglichen Folgenutzung der Fläche des absehbar stillgelegten Kraftwerk-Komplexes Frimmersdorf hat gezeigt, dass der Strukturwandel als gesellschaftspolitischer Prozess bereits konkrete Formen annimmt. Den Weg, den wir in unserer Region mit den Planungen zur Nachnutzung der freiwerden Flächen, zur Ansiedlung von Unternehmen und Institutionen im Bereich Forschung- und Entwicklung nun beschreiten, ist dem Rheinischen Revier durch die Endlichkeit der fossilen Energieressourcen vorbestimmt gewesen. Durch die Absicht der Bundesregierung, schneller als gedacht aus der Braunkohle auszusteigen, ändern sich gewisse Bedingungen, unter denen die erwähnten Herausforderungen nun bewältigt müssen. Diesen zeitlichen „Engpass“ wird der Bund durch finanzielle Zuwendungen versuchen abzuschwächen. Wenn wir betrachten, wo die Kreispolitik thematisch noch vor wenigen Monaten stand, haben wir das nötigte Tempo in der Sache aufgenommen. Jetzt gilt es für den Rhein-Kreis Neuss und die Kreispolitik, die erprobten Strukturen auf die kommenden Aufgaben auszurichten. Die CDU-Kreistagsfraktion ist zuversichtlich, dass uns dies in der entsprechenden Art und Weise gelingen wird.“