CDU-Abgeordnete zu Meinungsaustausch in der Norfer Moschee „Wir müssen mehr Interesse aneinander entwickeln.“

Ylmaz Ogün, Erol Can, Rifat Davarci (Mitglieder des Vorstandes des Norfer Moscheevereins), Waltraud Beyen, Mustafa Ünlü (Vorsitzender des Norfer Moscheevereins), den Vorbeter Iskender Bal, Dr. Hans-Ulrich Klose, Hermann Gröhe und Heinz Sahnen
Ylmaz Ogün, Erol Can, Rifat Davarci (Mitglieder des Vorstandes des Norfer Moscheevereins), Waltraud Beyen, Mustafa Ünlü (Vorsitzender des Norfer Moscheevereins), den Vorbeter Iskender Bal, Dr. Hans-Ulrich Klose, Hermann Gröhe und Heinz Sahnen

Wenige Tage nach Ende des Fastenmonats Ramadan und wenige Tage vor dem Weihnachtsfest besuchten jetzt CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe MdB und die CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Hans-Ulrich Klose und Heinz Sahnen die Moschee in Norf. An dem gut zweistündigen Meinungsaustausch nahmen neben Vertretern des Vorstandes des Norfer Moscheevereins auch Vertreter der entsprechenden Vereine von der Römerstraße und der Gielenstraße in Neuss teil.

Für die CDU-Abgeordneten, so Hermann Gröhe, ging es darum „ein klares Zeichen dafür zu setzen, dass die schrecklichen Terroranschläge vom 11. September und die notwendigen entschiedenen Schritte gegen islamistische Extremisten nicht dazu führen dürfen, alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen“. Die allermeisten lebten „ohne Zweifel rechtstreu unter uns, auch wenn zu ihrer Integration von beiden Seiten mehr getan werden muss.“
Dr. Hans-Ulrich Klose betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, „die Menschen durch mehr Aufklärung zu einer differenzierteren Betrachtung zu befähigen“.

Unmissverständlich verurteilte der Vorsitzende des Norfer Moscheevereins, Mustafa Ünlü, die „verbrecherischen Gewaltakte vom 11. September“. Den betroffenen Familien und Amerika gehöre das Mitgefühl der Mitglieder des von ihm geleiteten Vereins, der keinen Fundamentalismus in seinen Reihen dulde. Heinz Sahnen wies insbesondere auf die Bedeutung besserer Deutschkenntnisse für ein gutes Miteinander hin, was von Seiten aller türkischen Vertreter ausdrücklich bejaht wurde. In den Weihnachtsfeiertagen wollen einige Vertreter türkischer Moscheevereine bewusst christliche Gottesdienste besuchen. Sie erhoffen sich aber auch eine noch größere Inanspruchnahme ihrer Bereitschaft, beispielsweise Schulklassen die Moschee oder andere Gebetshäuser zu zeigen. Die Neusser CDU-Stadtverordnete Waltraud Beyen, die auch das Deutsch-Türkische Forum innerhalb der Union in Neuss leitet, fasste die derzeitige Situation so zusammen: „Wir müssen mehr Interesse aneinander entwickeln.“