Mobilitätswende in unserer Region

Westverlängerung der Regiobahn nach Viersen als greifbares Ziel

(Foto: pixabay)       Die Regiobahn stellt mit parallel laufenden Projekten die Weichen Richtung Zukunft

Die Fortentwicklung der Regiobahn hält weiter an. Während erst vor wenigen Monaten die seit langem geplante Verlängerung der Linienführung bis Wuppertal-Hauptbahnhof erfolgt ist und 17 Integral - Triebwagen als Ersatz für die zwischenzeitlich mit Gewinn verkauften 12 Talente angeschafft wurden, werden zeitnah zwischen Neuss und Kaarst der zweigleisige Ausbau der Strecke und Streckenabsenkungen für den elektrischen Zugbetrieb vorangetrieben. Zugleich steht neben dem Planungsverfahren des Haltepunktes Johanna-Etienne-Krankenhaus auf eben diesem Teilstück die beabsichtigte Elektrifizierung der Teilstrecken als wichtiger Beitrag für eine emissionsfreie und damit klimafreundliche Beförderung der Fahrgäste auf der Agenda des Unternehmens. Für diesen Abschnitt konnte jetzt das erforderliche Baurecht erlangt werden.

Mit der nun zwischen dem Kreis Viersen und den kreisangehörenden Städten Viersen und Willich sowie der Stadt Mönchengladbach in Kürze zur Unterschrift anstehenden Erklärung zur gegenseitigen Unterstützung bei dem Projekt „Westverlängerung“ der S28 von Kaarst nach Viersen Hauptbahnhof erfährt das nächste Großprojekt des Verkehrsunternehmens entscheidenden Fortgang. Es ist, so der Aufsichtsratsvorsitzende der Regiobahn-gesellschaften,  Heiner Cöllen  „die lang ersehnte Wende“.

Die neuesten Nachrichten nimmt der CDU-Kreispolitiker Cöllen mit großer Freude auf: „Hierzu besteht zweifacher Anlass: Die Dynamik in der Entwicklung dieses bislang strittigen Projektes freut mich und das Unternehmen außerordentlich. Zudem fördert das Verkehrsministerium die ersten Planungskosten von rund 1,1 Mio. Euro mit 90 Prozent.“
Den Förderantrag hatten die Regiobahn und der Kreis Viersen gemeinsam im vergangenen Januar eingereicht. „Die Förderzusage gibt dem Projekt damit einen zusätzlichen Schub“, zeigt Cöllen auf. „Bleiben doch die auf die kommunalen Bewerber entfallenden Restkosten sehr überschaubar.

Mit der Westverlängerung wird ein wichtiger Beitrag zur Verlagerung der Pendlerströme von der Straße auf die Schiene durch eine stärkere Vernetzung des Niederrheins mit dem Bergischen Land erreicht. „Dabei werden wir von Seiten der Regiobahn darauf achten, dass die Verlängerung den Fahrgästen aus Kaarst und vielleicht bald auch der Neusser Furth keine überfüllten Züge beschert“ fügt er mit Blick auf die aus der Stadt Kaarst geäußerten Bedenken hinzu. „Natürlich sind wir auch um eine attraktive Fahrplangestaltung bemüht.“

Die Regiobahn weitet mit dem Ausbau der S28-Strecke – ganz im Sinne des Namens des kommunalen Unternehmens – ihre Bedeutung als regionales Verkehrsmittel aus. Diesen Erfolg verdankt es vor allem Heiner Cöllen, der seit seinem Antritt als Aufsichtsratsvorsitzender im September 2018 die Gründungsarbeit von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und dem verstorbenen Vorgänger Dr. Christian Will mit viel Engagement, Beharrlichkeit und den notwendigen Schritten zur Weiterentwicklung des Unternehmens fortgesetzt hat.

Es bleibt also weiterhin spannend bei der Regiobahn, die ihre Erfolgsgeschichte fortschreibt.