CDU, FDP und UWG/FW-Z mit Anträgen zur Verkehrswende

Vernetzung der Verkehrsträger als Ziel

Intelligente Schienenverbindungen des Regionalverkehrs bilden eine der Hauptsäulen der Mobilitätswende.

Mit gleich zwei Anträgen zur Sitzung des Mobilitätausschuss brachte die CDU-Kreistagsfraktion zusammen mit Ihren Partnern von FDP und UWG/FW-Z Ideen zur praktischen Umsetzung der Mobilitätswende im Rhein-Kreis Neuss ein.

Zum einen machten sich die Fraktionen für die Einbindung einer neuen Schnellbuslinie im Rahmen des VRR stark, zum anderen plädierten Sie für die Prüfung der Potenziale von Online-Pendlersuchmaschinen, deren Einführung der weiteren Individualisierung des Berufsverkehrs entgegensteuern soll.

„Unsere Anträge zielen darauf ab, den ÖPNV im Rhein-Kreis Neuss weiter zu attraktivieren und gleichsam nutzerorientiere Alternativlösungen für den täglichen Weg zu Arbeit anzubieten“ fasst Heiner Cöllen, Ausschussmitglied der CDU-Kreistagsfraktion und Ideengeber der Anträge, zusammen.

Die eingebrachte Initiative zur Schnellbuslinie sieht eine Verbindung vom S-Bahnhof Korschenbroich quer durch den Kreis zum Bahnhof in Dormagen vor und hätte damit das Potenzial, die aktuell vom ÖPNV nur in geringem Maße angesteuerten Stadt- und Gemeindeteile in Korschenbroich, Grevenbroich und Dormagen an den regionalen Schienenverkehr anzubinden.

„Die bislang eingesetzten und geplanten Schnellbuslinien des VRR tangieren das Kreisgebiet jeweils lediglich an seinen Grenzen. Ein unbefriedigender Zustand für einen Kreis mit mehr als 450.000 Einwohnern, dem wir mit unserem Antrag entgegenwirken wollen“ fügt Cöllen hinzu.

Vom Prüfauftrag einer Pendlersuchmaschine erhofft sich die CDU-Fraktion, den Individualverkehr per PKW abschwächen zu können. „Die Potenzialanalyse der Verwaltung wird uns Aufschluss darüber geben, ob eine derartige digitale Plattform Menschen mit nahezu identischen Pendelstrecken zusammenbringen kann und welche Anforderungen an die Software gestellt werden müssen. Außer Frage steht dabei für uns ein regionaler Ansatz über die Grenzen des Kreises hinaus, um die Pendlerströme in das und aus dem Kreisgebiet bündeln zu können“ macht der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Lars Becker, deutlich.

Es ginge der Fraktion nicht um die Verteufelung des PKW als Verkehrsträger, vielmehr seien die Anträge als Bausteine zur Umsetzung der Mobilitätswende im Rhein-Kreis Neuss zu sehen und in eine Linie mit den Planungen zu den Schienenverbindungen von Grevenbroich nach Aachen und Köln oder dem Ausbau des Radwegenetzes im Kreisgebiet zu setzen, zeigt Becker auf und gibt einen perspektivischen Ausblick: „Unser Ansatz ist ein multimodales und klug vernetztes Verkehrssystem, in dem wir die Verkehrsmittel individuell an unsere Bedürfnisse angepasst nutzen und kombinieren können.“