Kreisausschuss beauftragt Verwaltung mit Konzepterstellung Stärkung des bezahlbaren Wohnraums

Der Kreisausschuss hat die Verwaltung in seiner Sitzung am 14. Februar 2018 geschlossen darum gebeten, ein tragfähiges Konzept aufzustellen, durch welches die Schaffung von preisgedämpftem und sozialem Wohnraum im Kreisgebiet vorangetrieben werden soll.

Auf Initiative der UWG/Die Aktive hin, die die Schaffung einer Wohnungsbaugesellschaft beantragte, zeigten sich die Fraktionen einig im Ziel, die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt im Rhein-Kreis Neuss entspannen zu wollen.  

„Nicht erst seit der Präsentation der Wohnbedarfsanalyse durch die InWIS wissen wir um den aktuell schon vorhandenen Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die aktuellen Prognosen, die einen deutlichen Zuwachs der Bevölkerung im Kreis bis 2030 vorsehen, verschärfen jedoch die Situation.“, beschreibt Dieter W. Welsink, Fraktionsvorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, die zusammen mit der FDP und der UWG/Die Aktive an der Idee einer Wohnungsbaugesellschaft festhält.

Der Rhein-Kreis Neuss sei eine Region mit einer klaren Wachstumstendenz, führt er weiter aus. Dies läge zum einen an seiner soliden wirtschaftlichen Lage und seinen Standortfaktoren, die ihn als Wohnort interessant erscheinen lassen. Zum anderen sei die Nähe zu den Städten Düsseldorf und Köln von entscheidender Bedeutung.

„Eine große Herausforderung, der sich der Kreis da stellen muss“, wie Welsink feststellt: „Durch die attraktive Lage unseres Kreises ist er auch für Familien aus den Großstädten im Umland als Wohnort interessant. Das ist einer der Gründe für die steigenden Grundstückspreise und Mieten bei uns.“ Auch die Grundstücksvergabe der Kommunen, die sich stets an hohen Erlösen orientiere, definierte er in diesem Zusammenhang als wichtigen Faktor. 

Die Präsentation der Bedarfsanalyse belegt anhand von Zahlen, was sich in den letzten Jahren abzeichnete. Selbst alleinstehende Personen und Familien mit mittlerem Einkommen stoßen aktuell bei ihrer Suche nach einem Eigenheim oder einer Mietwohnung auf Schwierigkeiten aufgrund der steigenden Preise.

Die CDU im Rhein-Kreis Neuss will dieser Situation entgegentreten und auf dem zu entwickelnden Konzept der Verwaltung aufbauen. „Unser Ziel ist es nicht und war es auch nie, eine kreiseigene Wohnungsbaugesellschaft zu gründen. Da der Wohnungsbaumarkt jedoch nicht auf die bereits vorherrschende Situation reagiert und Städte und Gemeinden nach individuellen Lösungen für ihre Probleme vor Ort suchen, sollte sich der Kreis als Gemeinschaft der Kommunen mit diesem Ansatz beschäftigen. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eine der drängenden Aufgaben, die wir derzeit zu bewältigen haben. Die CDU im Rhein-Kreis Neuss sieht es daher als ihre Pflicht an, sich dieser Aufgabe zu stellen.“ resümiert Welsink, der abschließend eine Botschaft an die Kommunen des Kreises sendet: „Unabhängig davon, wie das Konzept der Verwaltung aussehen wird, sind wir zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen auf die Kooperationsbereitschaft der Städte und Gemeinden angewiesen. Wenn diese vorhanden ist, können wir mit den entstehenden Synergien auch dem demographischen Zuwachs im Rhein-Kreis auf angemessene Art und Weise begegnen.“