Corona-Virus

Sorgen ernstnehmen, angemessen handeln

Besonders eine gründliche Handhygiene stellt ein wirksames Mittel im Kampf gegen die Verbreitung des Virus dar.   ©pixabay

„Eines möchte ich zuallererst einmal ganz deutlich machen: Wir nehmen die Sorgen und Ängste der Menschen im Rhein-Kreis Neuss zum Thema Corona-Virus sehr ernst und unterstützen die hervorragende Arbeit der Kreisverwaltung bei der Koordination dieser Ausnahmesituation“ stellt der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Dr. Dieter W. Welsink fest.   

Die vehementen Forderungen und den teils ruppigen Tonfall aus Kreisen der Politik gegenüber Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und seinem engagierten Team hält Dr. Welsink für „absolut unangebracht“. „Hier versucht man das eigene politische Profil mit Blick auf den Wahlkampf zu schärfen – und das durch Panikmache und Falschmeldungen auf Kosten der Gemütslage der Bürgerinnen und Bürger. Das nenne ich fahrlässig. Die mediale Lautstärke von Argumenten sagt noch lange nichts über deren Wert aus. Behauptungen, die man lesen kann, der Krisenstab des Rhein-Kreises Neuss habe viel zu spät seine Arbeit aufgenommen, sind völlig aus der Luft gegriffen und unverschämt gegenüber den engagiert arbeitenden Kräften im Stab. Diese haben bereits getagt, als die ersten bestätigten Fälle aus dem Kreis Heinsberg bekannt wurden und haben vorbereitende Maßnahmen getroffen. Ich kann also nicht nachvollziehen, wie man davon sprechen kann, dass der Kreis schlecht vorbereitet sei.“        
              
Nicht das Virus allein verunsichere die Menschen zusehends, auch die Handlungen und Aussagen ihrer Mitmenschen trügen zu einer bedenklichen Entwicklung bei. „In Zeiten von Hamsterkäufen und Diebstählen von Desinfektionsmitteln ist es schwer, rationalen Argumenten Raum zu verschaffen. Wir sind genauso besorgt, wie es jeder andere angesichts der Situation sein sollte, dennoch dürfen wir doch nicht die Fakten aus den Augen verlieren. Fakt ist, dass wir bis jetzt lediglich einen bestätigten Fall im Kreisgebiet haben. Fakt ist auch, dass die Untersuchung der Verdachtsfälle nach wie vor die Aufgabe der niedergelassenen Ärzte ist. Sollte sich ein Verdachtsfall bestätigen, sind die Krankenhäuser im Rhein-Kreis Neuss für die Behandlung schwerer Fälle zuständig.“

Positiv sehe er daher die vom Landrat mit der kassenärztlichen Vereinigung im Rhein-Kreis Neuss vereinbarte kurzfristige Zurverfügungstellung von bis zu 2.500 Schutzmasken für die Ärzteschaft im Kreisgebiet sowie den Aufbau einer von den niedergelassenen Ärzten betriebene Teststelle, die in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung errichtet wird.

„Die Kreisverwaltung hilft den Ärzten im Rhein-Kreis Neuss somit in angemessener Form und vollzieht präventive Vorkehrungen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Wir unterstützen die vom Landrat und seinem Team getroffenen Maßnahmen ausdrücklich. Besonnenheit, nicht Alarmismus sollte für uns alle das Gebot der Stunde sein“ gibt Dr. Welsink zu bedenken.