Strukturwandel im Rheinischen Revier Potenziale heben – Strahlkraft des Kreises bewahren

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Für die am 13. Februar stattfindende Sitzung des Kreistages haben die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der den Strukturwandel umfassend betrachtet und die Ziele der beiden Fraktionen definiert.

Dr. Dieter W. Welsink, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, fasst die Intention des umfassenden Antrages folgendermaßen zusammen: „Der Strukturwandel wird die Kreisgemeinschaft über Jahrzehnte beschäftigen. Wir stehen im Rhein-Kreis Neuss vor vielen Herausforderungen. Unsere Region birgt mit den Menschen, die hier gerne leben und arbeiten, dem starken Mittelstand, den vielen Hidden Champions und Global Playern enorme innovative Potenziale, die wir im Zuge des Strukturwandels stärken wollen. Wir sehen für den Kreis eine Vielzahl von Chancen. Die Aufgabe der Politik – egal ob auf Bundes-, Landes- oder der kommunalen Ebene – sehen wir im Setzen von Rahmen. Wir wollen Chancen ermöglichen für einen gelingenden Strukturwandel im Rhein-Kreis Neuss und dem Rheinischen Revier.“

„Unsere Bedenken hinsichtlich einer gesicherten Energieversorgung, gerade auch unter Berücksichtigung der heimischen energieintensiven Industriezweige, sind im Abschlussbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ nicht hinreichend beachtet worden. Bedenklich stimmt uns ebenso, dass gerade im Rheinischen Revier schon in den nächsten Jahren die ersten größeren Einschnitte erfolgen. Dies stellt eine starke Belastung für unsere Region dar. Wir appellieren daher weiterhin an die Bundesregierung, dass verlässliche Strukturen gesetzt sein müssen, ehe weitgreifende Wandlungsprozesse in Gang gebracht werden. Es ist für uns von großer Bedeutung die Sachlage objektiv und frei von ideologischen Denkweisen zu betrachten, um auf Basis ausgereifter Strategien die richtigen Lösungen für die aktuellen Fragen entwickeln zu können. Eine der Grundvoraussetzungen für einen gelingenden Wandel ist daher auch eine gute Infrastruktur“ macht der Vorsitzender der FDP-Kreistagsfraktion, Dirk Rosellen, deutlich.

Die Fraktionen nehmen in ihrem Antrag unter anderem auf die von der Verwaltung eingebrachten Projekte „Campus Changeneering“, „ALU-Valley 4.0“ sowie das „Revier-Management Gigabit“ Bezug. In diesem Zusammenhang befürworten sie auch die Ansiedlung neuer Forschungs- und Bildungseinrichtungen, um aus dem Kreis ein Zentrum der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Fachkräften zu machen. Gleichermaßen setzen sie auf die Schaffung nachhaltiger, gut bezahlter Arbeitsplätze, sodass der Rhein-Kreis Neuss auch in Zukunft einen attraktiven Lebensmittelpunkt bildet.    

„Der Rhein-Kreis Neuss hat gute Chancen, den Wandel für sich zu nutzen und seine Strahlkraft in unserer Region zu erhalten. Das wollen wir gemeinsam mit der Kreisverwaltung ermöglichen und laden alle anderen Fraktionen dazu ein, die Zukunft des Kreises mitzugestalten“ sind sich Dr. Welsink und Rosellen einig.