Netzwerk: CDU pro Bildung

Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 6. April 2006

Gewalt an Schulen, schlechte Leistungen der Schüler im internationalen Vergleich - Stichwort PISA-Studie -, Unterrichtsausfall, Betreuung über den Unterricht hinaus - in der Schulpolitik herrscht alles andere als Langeweile. Im Gegenteil: Schulthemen, das zeigt zum Beispiel die Debatte um die Zukunft der Grundschule im Barbaraviertel in Neuss, sind „heiße Eisen“. Die CDU im Rhein-Kreis Neuss setzt zur Lösung der Probleme jetzt auf ein „Bildungspolitisches Netzwerk“.

Im Landtag in Düsseldorf wurde das neue Gremium gestern aus der Taufe gehoben. „Gerade Lehrer, aktive Eltern und Schülervertreter, Schulleiter, Verantwortliche in Verbänden, in den Kommunen, auf Kreis- oder Landesebene wollen wir miteinander ins Gespräch bringen, um daraus Anregungen für die Schulpolitik in den Städten und Gemeinden des Rhein-Kreises Neuss und für die Kreispolitik, aber auch für die Schulpolitik des Landes zu entwickeln“, so beschreiben CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe MdB und die drei Landtagsabgeordneten aus dem Rhein-Kreis, Karl Kress, Heinz Sahnen und Lutz Lienenkämper die Zielsetzung des Netzwerkes. Führender Kopf ist jemand, der sich auskennt und Schule täglich selbst erlebt: Heinz Kampermann aus Kaarst, Leiter der Thomas-Edison-Realschule in Düsseldorf. Für den 16. August hat das Netzwerk bereits eine erste Großveranstaltung geplant: NRW-Schulministerin Barbara Sommer will an diesem Tag auf Einladung des Netzwerkes in den Rhein-Kreis kommen.