Arbeitnehmerinteressen im Focus: Mit Standortpolitik und Sozialpartnerschaft für mehr Jobs.

v.l.n.r.: Hermann Gröhe MdB, Wilfried Woller, Angelika Zelleröhr, Karl-Josef Ellrich
v.l.n.r.: Hermann Gröhe MdB, Wilfried Woller, Angelika Zelleröhr, Karl-Josef Ellrich

Der Stellenwert der Arbeitnehmerinteressen für die Politik der Union stand einmal mehr im Mittelpunkt eines Treffens des Gesprächskreises „Betriebs- und Personalräte“ von CDU und Christlich-Demokratischer Arbeitnehmerschaft (CDA) im Rhein-Kreis Neuss.

Als Gast konnten CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe und die CDA-Vorsitzende Angelika Zelleröhr dabei mit Wilfried Woller ein Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG Bergbau, Chemie und Energie begrüßen. Intensiv am Gespräch beteiligte sich aber auch Karl-Josef Ellrich, der Betriebsratsvorsitzende der Bayer AG am Standort Dormagen und Konzernbetriebsratsvorsitzende der Bayer AG, traf man sich doch im Chemiepark in Dormagen.

Einig waren sich die gut zwanzig Gesprächsteilnehmer, dass es trotz des erfreulichen deutlichen Rückgangs der Arbeitslosigkeit und einer Rekordbeschäftigung zentrale Aufgabe der Tarifparteien und der Politik bleibe, gute Rahmenbedingungen für sichere und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Woller und Ellrich, aber auch Gröhe und CDU-Landtagsabgeordneter Karl Kress betonten gemeinsam, dass auch zukünftig Wohlstand und soziale Sicherheit in unserem Land wesentlich darauf beruhen würden, dass Deutschland ein Standort für die Industrieproduktion bleibe. Dies gelte es auch in der öffentlichen Debatte offensiv zu vertreten.

Wilfried Woller betonte, dass „wir uns in der IGBCE stets sehr bewusst der Idee der Einheitsgewerkschaft verpflichtet gefühlt haben und deshalb Christlich-Soziale wie ich gerne Führungsverantwortung in unserer Gewerkschaft wahr-nehmen“. Mit IGBCE-Chef Hubertus Schmoldt, einem Sozialdemokraten, sei er sich in der Ablehnung eines einheitlichen, gesetzlichen Mindestlohns einig: „Diese Forderung beschädigt langfristig die Tarifautonomie“. Wichtig seien branchenspezifische Lösungen, flexible Flächentarifverträge, die – wie in der Chemie – besonderen betrieblichen Situationen Rechnung trügen und Kombilohn-Modelle im Niedriglohnbereich.