Finanzielle Unterstützung ausgeweitet Migranten-Stipendium auch für Auslandssemester

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Mit dem einstimmigen Beschluss des Schulausschusses vom 04. Oktober zur Ausweitung der finanziellen Unterstützung auf Auslandssemester setzten die Ausschussmitglieder ein Zeichen für die Gleichbehandlung aller Stipendiatinnen und Stipendiaten des Rhein-Kreises Neuss, die im Rahmen des Migranten-Stipendiums gefördert werden.

Die schulpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion und stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses, Birte Wienands, sieht dies als richtungsweisenden Schritt an: „Der Beschluss ist ein deutliches Signals sowohl an die aktuell geförderten wie auch die zukünftigen Studentinnen und Studenten mit Migrationshintergrund aus dem Rhein-Kreis Neuss. Mit der Ausweitung der Leistungen erhalten diese auch während eines Auslandssemester finanzielle Unterstützungen im vollen Umfang. Angesichts dessen, das ein Auslandsaufenthalt mittlerweile zu einem etablierten Bestandteil eines Studiums gehören kann, ist der gefasste Beschluss angebracht und stellt keinen mehr vor die Wahl ein Auslandssemester in sein Studium einzubauen oder darauf zu verzichten, um auch weiterhin die finanzielle Unterstützung zu erhalten.“

Um das Migranten-Stipendium des Rhein-Kreises Neuss können sich alle Absolventinnen und Absolventen mit Migrationshintergrund bewerben, die ein gutes bis sehr gutes (Fach-) Abitur an einer der Schulen im Rhein-Kreis Neuss abgeleistet haben. „Die Voraussetzungen sind dabei klar definiert. So müssen die Bewerberinnen und Bewerber neben einem ausgeprägten sozialen Engagement nachweisen können, dass sie mit geringen oder fehlenden Deutschkenntnissen nach Deutschland eingewandert sind und sich durch Leistungsbereitschaft und Einsatz ihre guten Noten erarbeitet haben. Zudem müssen sie eine Einschreibung für ein Bachelor- oder Master-Studium vorweisen, um die monatliche Summe von 300 Euro erhalten zu können. Pro Jahr werden auf diese Weise zwei Bewerberinnen und Bewerber für das Stipendium ausgewählt und während ihrer Studienzeit finanziell unterstützt. Der Rhein-Kreis Neuss belohnt damit verdientermaßen die leistungs- und integrationswilligen jungen Menschen in besonderer Weise“ stellt Wienands fest.

Im Gegenzug verpflichten sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten, fortwährend in den Schulen im Kreisgebiet über das Stipendium und das Studium als Ausbildungsweg zu informieren. Birte Wienands sieht darin eine ungemein wertvolle Arbeit im Bereich der Integration: „Die Studentinnen und Studenten sollen Kindern und Jugendlichen mit ähnlich verlaufender Vita ein Beispiel dafür sein, was man mit Mut, Fleiß und Engagement in unserer Gesellschaft erreichen kann. So können die zukünftigen Generationen für hochgesteckte Ziele motiviert werden.“

Ob die Ausweitung des Leistungsspektrums des Stipendiums in der empfohlenen Form erfolgt, muss nun im Finanzausschuss beraten werden, ehe sie im Kreisausschuss und Kreistag beschlossen werden kann.