Flüchtlingskinder dürfen nicht auf Schulplätze warten müssen Landesregierung muss ausreichend Lehrpersonal an Schulen bereitstellen

Mit dem Zuzug von Flüchtlingen in den Rhein-Kreis Neuss wird sich auch der Bedarf an Unterrichtsangeboten für Flüchtlingskinder, die so genannten Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, über die bisher geplanten Lerngruppen hinaus erhöhen.

„Als CDU-Fraktion begrüßen wir, dass Landrat Hans-Jürgen Petrauschke der Bezirksregierung angeboten hat, weitere Seiteneinsteigerklassen an den Berufsbildungszentren (BBZ) des Rhein-Kreises Neuss einzurichten“, erklärt Birte Wienands, schulpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Schulausschusses. „Wir müssen Flüchtlingskindern so schnell wie möglich die deutsche Sprache vermitteln und ihnen den Zugang zum Bildungsweg eröffnen. Unsere Seiteneinsteigerklassen leisten dazu einen wichtigen und richtigen Beitrag.“

Seit Mai 2015 gibt es am BBZ Grevenbroich eine Förderklasse für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, die aktuell zwei Lerngruppen umfasst. Im Dezember 2015 wurde am BBZ Neuss-Hammfeld ebenfalls eine Förderklasse mit zwei Lerngruppen eingerichtet. Bis Mitte Februar 2016 sollen am BBZ Dormagen, BBZ Grevenbroich und am BBZ Neuss-Hammfeld weitere Lerngruppen gebildet werden.

Wienands: „Der Rhein-Kreis Neuss ist bereit, weitere Räume bereitzustellen und Kosten für die zusätzlichen Seiteneinsteigerklassen zu übernehmen. Die Landesregierung ist nun in der Verantwortung, ausreichend Lehrpersonal für die zusätzlichen Klassen zur Verfügung zu stellen. Schon heute müssen viele Flüchtlinge auf einen Schulplatz warten. Das Land muss endlich tätig werden, damit die Kinder und Jugendlichen in der Bildung und der Integration nicht den Anschluss verlieren.“