Krisenschutz mit Weitblick: CDU setzt auf starke Leitstelle und regionale Synergien

30.04.2026

Krisenschutz mit Weitblick: CDU setzt auf starke Leitstelle und regionale Synergien

Die CDU im Rhein-Kreis Neuss hat gemeinsam mit der FDP, im Kreisausschuss des 29. April, einen Antrag zur weiteren Planung der neuen Kreisleitstelle und des Bevölkerungsschutzzentrums eingebracht.

Der Antrag wurde mit breiter Mehrheit des Kreisausschusses begrüßt und beschlossen.

Ziel ist es, die laufenden Planungen strategisch zu ergänzen und interkommunale Kooperationsmöglichkeiten systematisch zu prüfen. Dazu sollen Gespräche in benachbarten Gebieten geführt und mögliche Synergien etwa bei Ausbildung, Übungen, Schulungsräumen, Stabsräumen, Spezialinfrastruktur sowie digitalen Schnittstellen untersucht werden.

Bevölkerungsschutzzentrum und Kreisleitstelle sind zentrale Einrichtungen der Gefahrenabwehr und der Hilfe zum Schutz der Zivilbevölkerung im Krisen- und Katastrophenfall.

Die Kreisleitstelle nimmt rund um die Uhr Notrufe über die 112 entgegen und alarmiert Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Derzeit befindet sich die Kreisleitstelle in Neuss am Hammfelddamm.

Sie erfüllt auf Dauer nicht mehr die aktuellen Anforderungen und muss neu gebaut werden. Es wäre äußerst sinnvoll , diese dann direkt in ein neu zu errichtendes Bevölkerungsschutzzentrum zu integrieren.

„Wir stellen sicher, dass der Rhein-Kreis Neuss beim Bevölkerungsschutz nicht nur für heute plant, sondern für die Anforderungen der kommenden Jahre“, erklärt Wolfgang Wappenschmidt, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.

„Unser Anspruch ist maximale Sicherheit für die Menschen im Kreis, verbunden mit einem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln.“

Hintergrund sind die laufenden Planungen für eine neue Kreisleitstelle und ein modernes Bevölkerungsschutzzentrum.

Angesichts des erheblichen Investitionsvolumens hält es die CDU für wichtig und richtig, frühzeitig auch regionale Kooperationen und mögliche strukturelle Veränderungen im Rettungswesen mitzudenken.

„Es geht nicht darum, Planungen zu verzögern, sondern sie besser, robuster und zukunftsfester zu machen“, so Wappenschmidt.

„Wo Kooperationen sinnvoll sind, Doppelstrukturen vermieden und Synergien genutzt werden können, müssen wir das sorgfältig prüfen.“

Zugleich sollen aktuelle Reformdiskussionen auf Bundes- und Landesebene zur künftigen Leitstellenstruktur in die weiteren Planungen einbezogen werden.

Damit will die CDU sicherstellen, dass Konzeption, Dimensionierung, Flächenbedarf und Ausbaufähigkeit der Kreisleitstelle langfristig tragfähig bleiben.

„Bevölkerungsschutz ist eine Kernaufgabe des Kreises. Gerade deshalb braucht es eine Planung, die Einsatzfähigkeit, Führungsfähigkeit und kurze Reaktionszeiten garantiert – aber gleichzeitig offen ist für kluge regionale Lösungen“, betont Wappenschmidt.

Die Ergebnisse der Prüfung sollen nun in den weiteren Planungsprozess einfließen und dem Ausschuss sowie dem Kreistag in geeigneter Form dargestellt werden.