Kreisverband der Jungen Union Kreisverwaltung bald mit Gütesiegel

Neuß-Grevenbroicher Zeitung vom 14. Juli 2004

In Knechtsteden bereitete sich die Junge Union im Rhein-Kreis Neuss auf den Kommunalwahlkampf vor. Landrat Dieter Patt (4.v.l.) zog ein Fazit seiner Amtszeit und der Arbeit der CDU in der ablaufenden Legislaturperiode.
In Knechtsteden bereitete sich die Junge Union im Rhein-Kreis Neuss auf den Kommunalwahlkampf vor. Landrat Dieter Patt (4.v.l.) zog ein Fazit seiner Amtszeit und der Arbeit der CDU in der ablaufenden Legislaturperiode.

„In Kürze wird der Rhein-Kreis Neuss als eine der ersten Verwaltungen überhaupt ein Gütesiegel erhalten.“ Wie Landrat Dieter Patt jetzt bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbands der Jungen Union in Knechtsteden sagte, hat der Rhein-Kreis im Rahmen des Landesprogramms „mittelstandsfreundliche Verwaltung“ offenbar derart gut abgeschnitten, dass er demnächst auf ein entsprechendes Zertifikat verweisen kann.

Auch was das seit langem geplante Projekt eines Sportinternats in Knechtsteden angeht, konnte der Landrat bei der CDU-Nachwuchsorganisation mit offenbar erfreulichen Neuigkeiten aufwarten: „Es sieht danach aus, dass wir das hinkriegen’, meinte Dieter Patt optimistisch. Bei seinem Auftritt vor der Jungen Union ließ er nicht nur die gemeinsame „Erfolgsgeschichte des Rhein-Kreises Neuss und seiner Städte und Gemeinden“ Revue passieren, sondern gab zugleich einen Ausblick auf die anstehenden Aufgaben.

Auch wenn das Thema zurzeit nur die Experten beschäftigt, dürfte die Umsetzung einer neuen EU-Richtlinie die Kreispolitik in der kommenden Wahlperiode stark beschäftigen. Mehr als 90 Prozent der hiesigen Oberflächengewässer nämlich werden Patt zufolge die Voraussetzungen der neuen Europa-Norm gegenwärtig nicht erfüllen. Eine rege Zusammenarbeit, etwa mit Düsseldorf oder Köln, sei zu bejahen, wobei die regionale Kooperation nach den Worten des Landrats allerdings Projekt bezogen sein müsse und sich nicht vorrangig an neuen Organisationsformen orientieren sollte.

Was das Miteinander in der Kreisgemeinschaft angehe, meinte Dieter Patt: „Die Kreisumlage ist für mich kein Schimpfwort, sondern ein Instrument, das uns verbindet.“ Immerhin die Hälfte der Kreisumlage müsse der Kreis sofort an den Landschaftsverband Rheinland weiterleiten, so Patt. Auch Hartz IV, der politische Dauerbrenner der vergangenen Wochen, kam in Knechtsteden nicht zu kurz: Die Anmeldung des Rhein-Kreises für das Optionsmodell - in ganz NRW kommen lediglich sechs Städte, beziehungsweise Kreise hierfür in Frage -verteidigte der Landrat nochmals: „Ich habe meine Pflicht getan.“

Von einer Verletzung der Rechte des Kreistags könne keine Rede sein. Bei dem Versuch, in der Kreisgemeinschaft eine einheitliche Lösung“ zu finden, stehen in dieser Woche zwei wichtige Etappen bevor. Zum einen gilt dies für den Kreisausschuss, zum anderen für die von Patt für Freitag einberufene Bürgermeisterkonferenz.