Kreisfinanzen im Blick: CDU treibt modernes Frühwarnsystem für die Verwaltung voran

30.04.2026

Kreisfinanzen im Blick: CDU treibt modernes Frühwarnsystem für die Verwaltung voran

Die CDU im Rhein-Kreis Neuss hat im Kreisausschuss des 29. April, einen Antrag für ein ganzheitliches System des Controllings und der Verwaltungssteuerung für den Rhein-Kreis Neuss eingebracht. Dieser weitreichende Antrag wurde im Kreisausschuss von breiter Mehrheit, interfraktionell begrüßt und beschlossen.

Ziel ist es, die Kreisverwaltung künftig noch transparenter, vorausschauender und wirkungsorientierter aufzustellen. Angesichts der angespannten Haushaltslage setzt die CDU damit einen klaren politischen Akzent. Nach den zuletzt schwierigen Haushaltsberatungen sollen für die kommenden Jahre bessere Steuerungsinstrumente geschaffen werden, um finanzielle Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gezielt gegensteuern zu können.

„Der aktuelle Haushalt zeigt: Wir brauchen mehr Überblick, bessere Frühwarnsysteme und mehr Steuerungsfähigkeit. Nur so können wir die politische Handlungsfähigkeit des Kreises und der Kreisverwaltung auch in einer zunehmend angespannten Lage langfristig sichern“, erklärt Wolfgang Wappenschmidt, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.

Der Antrag fügt sich damit auch in die von Landrätin Katharina Reinhold angestoßene Aufgabenkritik ein. CDU-Fraktion und Verwaltungsspitze arbeiten dabei eng und konstruktiv zusammen, um Strukturen, Prozesse und Aufgaben des Kreises zukunftsfest weiterzuentwickeln. Gemeinsames Ziel ist eine moderne Steuerung des Kreises, die finanzielle Stabilität, Leistungsfähigkeit der Verwaltung und politische Gestaltungsfähigkeit miteinander verbindet.

„Die Aufgabenkritik der Landrätin ist ein wichtiger Schritt, um die Kreisverwaltung strukturiert weiterzuentwickeln. Als CDU-Fraktion unterstützen wir diesen Prozess ausdrücklich und wollen ihn mit einem integrierten Controlling- und Steuerungssystem politisch begleiten“, so Wappenschmidt. „Es geht darum, Verwaltung und Politik in die Lage zu versetzen, Entscheidungen auf einer noch besseren Datengrundlage zu treffen.“

Der Antrag geht bewusst über ein reines Finanzcontrolling hinaus. Neben regelmäßigen Plan-Ist-Vergleichen sollen auch Personalmanagement, Leistungssteuerung und produktorientierte Betrachtungen einbezogen werden. Damit soll ein integriertes Steuerungssystem entstehen, das Risiken frühzeitig sichtbar macht, Entwicklungen transparent abbildet und rechtzeitige Gegenmaßnahmen ermöglicht.

„Unser Anspruch ist, nicht nur auf Probleme zu reagieren, sondern Entwicklungen früher zu erkennen und aktiv zu gestalten“, betont Wappenschmidt.

 „Gerade in schwierigen Haushaltszeiten braucht es politische Führung, klare Strukturen und den Mut, Verwaltungssteuerung neu zu denken.“

Die Verwaltung wird durch den beschlossenen Antrag beauftragt, zeitnah ein Konzept für ein integriertes Controlling- und Steuerungssystem zu erarbeiten und dem Kreisausschuss zur Beratung vorzulegen.

Damit soll die Haushaltsplanung in den kommenden Jahren besser koordiniert und die Steuerungsfähigkeit des Rhein-Kreises Neuss nachhaltig gestärkt werden.