Neue Grundlage der Wirtschaftsförderung im Rhein-Kreis Neuss Kreisausschuss verabschiedet neues Wirtschaftsförderungskonzept

Der Kreisausschuss hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2014 ein neues Wirtschaftsförderungskonzept für den Rhein-Kreis Neuss verabschiedet. Es wird das bisherige aus dem Jahre 2006 fortschreiben und in wesentlichen Teilen ergänzen.

„Mit der Fortentwicklung des Wirtschaftsförderungskonzeptes passen wir die Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung des Kreises an die zukünftigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen in unserer Region an“, erklärt Dieter W. Welsink, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag. Beispielsweise bedeutet der demographische Wandel für den Rhein-Kreis Neuss nicht nur einen prognostizierten Bevölkerungsrückgang um rund 20.000 Einwohner, sondern auch einen Rückgang der im erwerbsfähigen Alter stehenden Bevölkerung um etwa 34.000 Menschen bis 2030. Für die Unternehmen wird es dadurch zunehmend schwerer werden, in ausreichendem Maße Fach- und Führungskräfte zu rekrutieren.

„Mit dem Wirtschaftsförderungskonzept wollen wir schon heute für die Zukunft vorsorgen“, erläutert Welsink. „Indem wir den Übergang von der Schule in den Beruf stärker unterstützen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker fördern sowie in ausreichendem Umfang Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen für unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Verfügung stellen, wollen wir uns die benötigten Fach- und Führungskräfte von morgen langfristig sichern.“

Auf Initiative der CDU- und FDP-Kreistagsfraktionen wurde das Wirtschaftsförderungskonzept um die Themenbereiche „Klima, Umwelt, Energie“, „Berufliche Bildung und Hochschule“, „IT-Infrastruktur“ sowie „Regionale Landwirtschaft“ ergänzt. „Auch in diesen Bereichen findet Wirtschaftsförderung statt. Uns war es daher wichtig, dass sie in das neue Wirtschaftsförderungs-konzept eingearbeitet werden“, so Welsink.

Denn nicht nur die regionale Landwirtschaft ist ein wesentlicher Wirtschaftssektor im Rhein-Kreis Neuss, sondern auch die Braunkohlegewinnung inklusive energieabhängiger Industrie und der vielen davon abhängigen mittelständischen Unternehmen. Gleichzeitig bieten sich für den Rhein-Kreis Neuss mit modernsten Umwelt- und Klimaschutztechnologien neue, zukunftsorientierte Wirtschafts- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der Ausbau der regionalen Hochschullandschaft sowie der Berufsbildungszentren soll einen Beitrag dazu leisten, den Rhein-Kreis Neuss für angehende Akademiker und Fachkräfte noch attraktiver zu machen und einen drohenden Fachkräftemangel zu verhindern. Schließlich soll der flächendeckende Ausbau eines schnellen Internets, auch im ländlichen Raum, die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss langfristig sicherstellen.

Welsink: „Mit dem neuen Wirtschaftsförderungskonzept sind wir in unseren traditionellen wie auch zukünftigen Wachstumsmärkten für die kommenden Jahre bestens aufgestellt.“