Antwort des VRR liegt vor

Kompromisse im Sinne der Kunden sind gefragt

Nicht nur die Fahrpläne der Regional-, sondern auch der S-Bahn-Verbindungen sind durch die Baumaßnahmen beeinträchtigt.    ©pixabay

Mitte April richtete der CDU-Kreistagsabgeordnete Heiner Cöllen, auch in seiner Funktion als Mitglied der CDU-Fraktion im VRR, eine Anfrage an den Verkehrsverbund, in der er unter anderem kurzfristig bekanntgegebene Baumaßnahmen kritisierte, die den Schienenpersonennahverkehr im Kreisgebiet und der Region im April und Mai massiv einschränken. Gegenstand der Frage war ebenfalls die nicht befriedigende Situation um den RRX (vormals RE 6), der anders als geplant zwischen April und Juli 2020 nicht in Neuss und Dormagen hält. 

Die Antwort des VRR, die ihn am Wochenende erreicht habe, zeige auf, dass der Verbund stets kundenorientiert handele, so der Verkehrspolitiker Cöllen. Nicht nur, dass der VRR für die wegfallenden Verbindungen zwischen Mönchengladbach, Neuss und Düsseldorf einen Schienenersatzverkehr im 10-Minuten-Takt eingerichtet habe, auch hinsichtlich der Linienführung des RRX habe der Verkehrsverbund versucht auf den Nahverkehrsverbund Rheinland sowie die DB Netz AG im Sinne einer Lösung für die Kunden in Dormagen und Neuss einzuwirken.

„Dass der NVR weiterhin auf die Nutzung einer unattraktiven, weil über Güterstrecken führenden, Umleitung des RRX über Köln-Deutz und Opladen besteht und er damit den vom VRR vorgeschlagenen Einsatz von Zügen von Dormagen in Richtung Düsseldorf und Ruhrgebiet verhindert, kann ich nicht nachvollziehen. Zugleich zeigt die Antwort des VRR für mich auch, dass den Verkehrsverbünden gegenüber der DB Netz AG ein Mitspracherecht bei der Planung und Organisation von Baumaßnahmen eingeräumt werden sollte. Nur so kann man auf Augenhöhe Lösungsansätze für baustellenbedingte Fahrplananpassungen im Sinne aller – und vor allem der Kunden – finden.“