CDU und FDP für innovative Wohnformen

Herausforderungen “unter einem Dach“ lösen

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Im Sozial- und Gesundheitsausschuss brachten die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP einen Antrag ein, der gleich mehrere Herausforderungen sprichwörtlich “unter einem Dach“ lösen könnte. In Zeiten steigender Mieten und knapper Wohnräume plädieren die Fraktion dafür, hybride Wohnformen im Kreisgebiet zu stärken, bei denen Seniorenheime Teile ihrer Räumlichkeiten jungen Menschen mit geringem Einkommen als Wohnmöglichkeiten zur Verfügung stellen. 

Die Vorsitzende des Sozial- und Gesundheitsausschusses und CDU-Kreistagsabgeordnete, Barbara Brand, sieht in dem Ansatz viel Potenzial. 
„Dieses Modell wird in den Niederlanden bereits erfolgreich gelebt. Auch in Deutschland gibt es mittlerweile erste Schritte zur Umsetzung. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren massiv verschärft, sodass es Auszubildenden und Studenten immer schwerer fällt, am Ausbildungsort eigene vier Wände zu bezahlbaren Preisen zu finden. Genau da wollen wir mit unserem Antrag ansetzen.“ 

Darüber hinaus stelle das Modell einen praktikablen Ansatz für das Zusammenleben von mehreren Generationen unter einem Dach als eine Art kompaktes Quartier dar. Mit Blick auf den demografischen Wandel und den steigenden Bedarf an Pflegeplätzen, werde diese Herangehensweise umso interessanter, so Brand weiter. 

„Ich freue mich daher sehr, dass unser Antrag im Ausschuss beschlossen wurde und die Kreisverwaltung künftig im Zuge der baufachlichen Beratung bei den Trägern von Senioreneinrichtungen für innovative hybride Wohnformen werben wird. Der Rhein-Kreis Neuss stellt sich mit innovativen Ideen den Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht“ fügt Dr. Dieter W. Welsink, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, zufrieden hinzu.