Gemeinsame Sitzung von Bundestag und Nationalversammlung aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages Gröhe beeindruckt von Feierstunde in Versailles

Mitglieder des Deutschen Bundestages und der französischen Nationalversammlung sind aus Anlass des 40-jährigen Jubiläums des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages (Elysée-Vertrag) zu einer gemeinsamen feierlichen Sitzung im Schloss Versailles zusammengekommen. Der französische Parlamentspräsidenten Debré und Bundestagspräsident Thierse sowie Bundeskanzler Schröder und Staatspräsident Chirac sprachen, ehe die Abgeordneten beider Länder eine gemeinsame Erklärung zur interparlamentarischen Zusammenarbeit verabschiedeten.

Der Neusser Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe zeigte sich von den Feierlichkeiten „beeindruckt“, zumal am Rande der Veranstaltung „immer wieder Gelegenheit bestand, mit den französischen Parlamentskollegen direkt ins Gespräch zu kommen“. Es habe sich, so Hermann Gröhe, „um eine würdige und dem Anlass angemessene Veranstaltung gehandelt, die auch gezeigt hat, wieviel unseren französischen Gastgebern an der deutsch-französischen Zusammenarbeit liegt“.

Mit dem deutsch-französischen Vertrag vom 22. Januar 1963 sei „das Tor für die Überwindung der einstigen ,Erbfeindschaft‘ zwischen Deutschland und Frankreich dank der großartigen staatsmännischen Leistungen von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle“ aufgestoßen worden: „Es ist richtig, dass die daraus entstandene deutsch-französische Freundschaft entsprechend gefeiert wird.“

Dass die deutsch-französischen Beziehungen in den letzten Jahren immer wieder ins Stocken geraten seien, bedauerte Hermann Gröhe: „Gerade auch der Deutsche Bundestag und die französische Nationalversammlung sind daher dazu aufgefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass die deutsch-französischen Beziehungen belebt und wieder zum Motor der europäischen Einigung werden.“