Hermann Gröhe zum 51. Jahrestag des DDR-Volksaufstandes am 17. Juni 1953: Gedenken an Opfer und Erinnerung an großen Freiheitstag der Deutschen angemessen wach halten

Der Vorsitzende der CDU im Rhein-Kreis Neuss, Hermann Gröhe MdB, nahm jetzt den 51. Jahrestag des DDR-Volksaufstandes vom 17. Juni 1953 zum Anlass, „um an den mutigen Einsatz all jener Frauen und Männer zu erinnern, die damals für die Freiheit, Menschenrechte und Selbstbestimmung auf die Straße gingen und ihr Leben riskierten“. Dieser Einsatz habe über 120 Menschen den Tod gebracht, 20 seien standrechtlich erschossen worden. Insgesamt hätten die DDR-Sicherheitsorgane in der Folge des Volksaufstandes etwa 13. 000 Bürger verhaftet, darunter Volkspolizisten und SED-Funktionäre, aber auch über 60 CDU-Mitglieder wegen direkter oder indirekter Beteiligung an den Demonstrationen.

Hermann Gröhe machte deutlich, „dass unsere ostdeutschen Landsleute schon damals nicht länger bereit gewesen sind, sich der SED-Willkürherrschaft zu beugen“. Ohne das massive Eingreifen der Roten Armee wäre das Regime, das erst 1989 nach dem Fall der Berliner Mauer in sich zusammenbrach, deshalb schon früher am Ende gewesen.

Hermann Gröhe hob hervor, „dass es eine nationale Aufgabe bleibt, das Gedenken an die Opfer des 17. Juni und die Erinnerung an einen großen Freiheitstag der Deutschen angemessen wach zu halten“. In diesem Zusammenhang wies er auf den von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eingebrachten Antrag „Förderung von Gedenkstätten zur Diktaturgeschichte in Deutschland - Gesamtkonzept für ein würdiges Gedenken aller Opfer der beiden deutschen Diktaturen“ hin, der am 17. Juni im Plenum des Deutschen Bundestages debattiert werden soll.

Im Nachgang zur Landtagswahl in Thüringen zeigte sich Hermann Gröhe auch „entsetzt darüber, dass in dem hohen Wahlergebnis für die PDS auch zum Ausdruck kommt, wie schnell die Jahre der Unfreiheit vergessen sind“.