Der Arbeitskreis Wirtschaft zu Gast bei Picnic

Etablierte Geschäftsmodelle digital neu belebt

„Der Arbeitskreis Wirtschaft der CDU-Kreistagsfraktion hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kontakt zwischen der facettenreichen Wirtschaft im Kreis und der Politik zu verstetigen, um Einblicke in die einzelnen Branchen zu erhalten und Ansatzpunkte für die Kreispolitik zu finden, mithilfe derer wir die Wirtschaft im Rhein-Kreis Neuss unterstützen können“ fasst Jakob Beyen, Vorsitzender des Arbeitskreises, dessen Zielsetzung zusammen. „Der Besuch bei der Firma Picnic, die als Start-Up noch an seiner Etablierung auf dem deutschen Markt arbeitet,  bietet für uns daher wichtige Erkenntnisse, welche Faktoren für Gründer im digitalen Zeitalter bei der Wahl des Unternehmensstandortes entscheidend sind“ fügt er hinzu und merkt augenzwinkernd an „Insofern ist unser Besuch hier in Viersen nicht ungewöhnlich, startete das Unternehmen doch mit seinem Geschäft in Deutschland in den Stadtgebieten von Neuss, Kaarst und Meerbusch mitten im Kreis.“    

Picnic ist ein im Jahre 2015 in den Niederlanden gegründetes Unternehmen, das sich auf den onlinebasierten Verkauf von Produkten des täglichen Gebrauchs spezialisiert hat und seinen Kunden eine Lieferung der gewünschten Produkte an die Haustür ermöglicht. Die Lieferboten und ihre elektrisch betriebenen Fahrzeuge sind bei der stetig wachsenden Zahl an Kunden sehr beliebt und zum Markenzeichen des Unternehmens geworden.

In den Niederlanden verfügt Picnic bereits über fünf Zentrallager und kann damit rund 40 Prozent der Haushalte des Landes erreichen. In Deutschland hat das Unternehmen mit seinem Standort in Viersen im vergangenen Jahr den ersten Schritt auf den hiesigen Markt getan.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Besichtigung wurden von einem der Geschäftsführer in Deutschland, Manuel Stellmann, über das Geschäftsmodell, die Struktur und die Arbeitsweise des Unternehmens aufgeklärt und ließen sich danach von ihm bei einem Rundgang durch das Zentrallager führen. Alle zeigten sich von dem durchdachten Geschäftsmodell, das großen Wert auf eine persönliche Nähe zu den Kunden und deren Feedback legt, begeistert. Dazu trug auch die demonstrierte Nutzung der Möglichkeiten, die die digitale Technik für Unternehmen bereithält, bei.

„Vom Einkauf der Kunden per App auf ihrem Smartphone über den Wareneingang, die Kommissionierung der Waren, die Beladung der Kisten und der Fahrzeuge, bis hin zur Auslieferung sind alle Schritte digital nachvollziehbar und effizient gestaltet – für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber vor allem für die Kunden“ beschreibt Beyen die gesammelten Eindrücke.

Dank der ausgeklügelten Systematik schafft es Picnic die auf dem Markt vorhandene Konkurrenz nicht nur in puncto Mindestbestellwert und zeitgenauer Zustellung zu schlagen, auch auf die Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette wird geachtet. Dank des App-basierten Einkaufs der Kunden kann das Unternehmen bedarfsgerecht Produkte von seinen Zulieferern bestellen. So bleibt nichts im Lager liegen und muss ungenutzt weggeworfen werden. „Dieser Besuch hat uns erneut eindrücklich veranschaulicht, welch großes Potenzial die Digitalisierung für bestehende Geschäftsmodelle liefert und diese beleben oder gar in ganz neue Beschäftigungsmöglichkeiten wandeln kann. Ein tolles Unternehmen mit einem frischen Geist und dem nötigen Gespür für seine Kunden“ stellt Jakob Beyen abschließend zufrieden fest.

Dr. Dieter W. Welsink, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, fügt hinzu dass der Rhein-Kreis Neuss insgesamt und die hier ansässige Wirtschaft im Speziellen von der Digitalisierung nur profitieren könnten: „Bei der Frage, wie unsere zukünftigen Beschäftigungsmodelle aussehen, muss die Kreispolitik auf Grundlage fundierter Erkenntnisse eine Vorreiterrolle beim Setzen von Rahmenbedingungen für eine vitale Wirtschaftsstruktur in der Region einnehmen. So schaffen wir es, etablierte Unternehmen mit der Digitalisierung und frischen kreativen Ideen in Verbindung zu bringen. Darin sieht die CDU-Kreistagsfraktion – besonders mit Blick auf den Strukturwandel – eine ihrer Aufgaben für unseren Kreis.“