CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe MdB zum Tag der Heimat „Erinnern und Verstehen“ – Union bleibt Anwalt der Vertriebenen

Der Vorsitzende der CDU im Rhein-Kreis Neuss und Bundestagsabgeordnete von Neuss, Grevenbroich, Dormagen und Rommerskirchen, Hermann Gröhe, hat die diesjährigen Gedenkveranstaltungen zum "Tag der Heimat", die in Neuss am 14. September 2008 stattfinden, zum Anlass genommen, an das Schicksal der fast 14 Millionen Vertriebenen zu erinnern, die als Folge des Zweiten Weltkrieges ihre vertraute Heimat verlassen mussten. „Der Verlust von Familie und Heimat sowie die grausamen Umstände der Vertreibung sind den nach dem Krieg Geborenen, die Gott sei Dank in Deutschland und Europa im Frieden aufwachsen und leben konn-ten und können, heute nur noch schwer begreifbar zu machen“, so Hermann Gröhe. Die Erinnerung an das Elend der Vertreibung dürfe daher nicht verloren gehen, sondern müsse weiterhin eine Mahnung darstellen für alle, die es für selbstver-ständlich halten, dass ein friedliches Zusammenleben in Europa unzerstörbar sei.

Der diesjährige Gedenktag des Bundes der Vertriebenen in Berlin steht unter dem Leitwort „Erinnern und Verstehen!“ Mit Blick auf den Beschluss des Bundeskabi-netts vom 19. März dieses Jahres zum Aufbau einer Dokumentationsstätte als „Sichtbares Zeichen gegen Flucht und Vertreibung“ in Berlin, sagte Gröhe: „Wer erinnern und verstehen will, der braucht einen Ort, an dem über die Geschichte der Vertriebenen informiert wird. Dieser wird jetzt auf Betreiben der CDU geschaf-fen.“ Dass die Dokumentationsstätte nicht den Namen „Zentrum gegen Vertrei-bungen“ tragen wird, nannte Gröhe bedauerlich; er hob aber hervor, dass Inhalte wichtiger seien, als Namen. Das Konzept zum „Sichtbaren Zeichen“ enthalte alle von der Union geforderten Elemente eines „Zentrums gegen Vertreibungen“. Die Dokumentationsstätte könne als ein Ort eines lebendigen Gedächtnisses wirken. Zugleich werde sie jedoch die Aufgabe haben, die junge Generation an das Thema heranzuführen, Begegnungsstätte zwischen den Generationen zu sein und die aktu-elle Dimension des Themas zu verdeutlichen. In diesem Zusammenhang bewertete Hermann Gröhe die vermehrte Aufarbeitung von Flucht und Vertreibung in Filmen und Dokumentationen im vergangenen Jahr auch als einen weiteren Schritt, das Leid und das Erleben der Vertriebenen heutigen Generationen zu vermitteln.

Für die CDU im Rhein-Kreis Neuss sagte Hermann Gröhe: „Ich bin dankbar für das hervorragende Engagement der Landsmannschaften im Rhein-Kreis Neuss". Sie hielten die Erinnerung an die verlorene Heimat und ihre Kultur wach, setzten aber zugleich wichtige Zeichen der Versöhnung und brächten sich tatkräftig in al-len Lebensbereichen ihrer neuen Heimat ein.