Schließung des Wasserspielplatzes am Jröne Meerke „Die Gesundheit der Kinder genießt absolute Priorität“

„Die Position der SPD zur Schließung des Wasserspielplatzes am Jröne Meerke ist bar jeder Vernunft. Dem Landrat und der Kreisverwaltung obliegt es, Maßnahmen zu ergreifen, wenn der Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigt ist. Durch die katastrophalen hygienischen Zustände auf dem Gelände des Spielplatzes blieb der Kreisverwaltung in diesem Fall keine andere Wahl, als die Anlage bis auf weiteres für Besucher zu sperren. Die Gesundheit der Kinder genießt für den Landrat, genauso wir für die CDU im Kreis und der Stadt Neuss absolute Priorität – da sind Kompromisse fehl am Platze“ macht Dieter W. Welsink, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, seine Meinung über den in der heutigen Ausgabe der Neuß-Grevenbroicher Zeitung erschienen Artikel deutlich.

Da Bürgermeister Reiner Breuer und die Stadtverwaltung, trotz Ankündigung der drohenden Konsequenzen seitens des Gesundheitsamtes, nichts gegen die Verunreinigung des Spielplatzes durch die Exkremente der dort siedelnden Schneegänse unternommen hatten, sah sich die Gesundheitsaufsicht zur Schließung der Anlage gezwungen. In der entsprechenden  Ordnungsverfügung forderte das Gesundheitsamt den Bürgermeister gleichermaßen auf, Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Verschmutzung der Anlage durch die Tiere zu verhindern und für unbedenkliche hygienische Zustände zu sorgen.

„Seit Jahren erleben die Bürgerinnen und Bürger am Jröne Merke hautnah, welche Auswirkungen zum einen die völlig überzogene Änderung des Jagdgesetzes in NRW durch die rot-grüne Vorgängerregierung und zum anderen die mangelhafte Grünpflege der Stadt Neuss haben. Durch die rechtlich untersagte Eindämmung der Gänsepopulation und den damit einhergehenden Anstieg der Umweltbelastungen durch die Exkremente der Tiere, kämpft das Jröne Meerke aktuell mit einer gravierenden Algenplage und verdreckten Wiesen. Die Schließung des Spielplatzes ist der traurige Höhepunkt dieser Entwicklung“ sind sich die CDU-Stadtverordnete Anne Holt und ihre Kollegin Ursel Meis von der CDU-Kreistagsfraktion einig.

Auch ihr Kollege Johann-Andreas Werhahn, CDU-Kreistagsabgeordneter für den Wahlkreis Morgensternsheide, Kaarster Brücke, führt die Situation im Naherholungsgebiet auf Fehler der Vergangenheit zurück: „Leider wird hier offenkundig sichtbar, dass im Landtag jahrelang der Schutz der Tiere über dem Schutz des Menschen stand. Die CDU hat bereits frühzeitig auf die Problematik der Keimbelastung hingewiesen. Diese wurden aber zugunsten des Tierschutzes ignoriert. Die Stadt Neuss hat ihrerseits zwar bauliche Veränderungen, unter anderem mit Vorrichtung zu Abwehr der Gänse, vorgenommen. Die Einfriedung des Spielplatzes erfolgte aber durch inkonsequente Maßnahmen. Die Fehler jetzt bei anderen zu suchen ist wohl kaum der richtige Weg mit den vorherrschenden Problemen umzugehen. Die Leittragenden sind die Familien, da diese wichtige „grüne Oase“ mit der Schließung des Wasserspielplatzes ein attraktives Freizeitangebot verliert.“

Der Neusser CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Jörg Geerlings weist die Kritik der SPD deutlich zurück und bezieht Stellung zur Neuauflage des Landesjagdgesetzes: „Die Population der Schneegänse im Jröne Meerke muss so schnell es geht eingedämmt werden. Um das zu ermöglich, arbeiten wir im Landtag mit Hochdruck an der Änderung des geltenden Landesjagdgesetzes, das Rot-Grün zu verantworten hat. Die Landesregierung hat bereits Anfang Mai die Eckpunkte der notwendigen Änderungen im Kabinett verabschiedet und damit die Bedingungen für das parlamentarische Verfahren geschaffen. Ein wichtiger Punkt der Neuauflage soll die Orientierung der Liste der jagdbaren Tierarten am Bundesjagdgesetz sein. Dies ermöglicht, die Gelege der Gänse am Jröne Meerke unfruchtbar zu machen und die Population somit zu senken. Der Eindruck, den die SPD vermitteln möchte, es sei auf Landesebene bisher nichts passiert, ist demnach sachlich falsch.“

Die Untätigkeit der Stadtverwaltung gefährdete die Gesundheit, insbesondere der Kinder.  Das Eingreifen der Gesundheitsaufsicht offenbart daher das Versagen der Ordnungsbehörde Stadt, die die Gesundheit der Familien unter diesen Voraussetzungen auf dem Wasserspielplatz nicht schützen kann.