Planungen zum Streckenausbau der Regiobahn nach Viersen

„Der Startschuss steht bevor“

von links: Beigerordneter Andreas Budde, Regiobahn-Aufsichtsratvorsitzender Heiner Cöllen und Landrat Dr. Andreas Coenen

Nachdem innerhalb der gemeinsamen Sitzung der CDU-Fraktionen im Rhein-Kreis Neuss und der Stadt Mönchengladbach bereits im Sommer 2019 unter anderem die Verlängerung der Regiobahn (S 28) von Kaarst nach Viersen Gegenstand der Beratungen war und dabei als Ergebnis durch die Vorsitzenden Dr. Dieter W. Welsink und Dr. Hans-Peter Schlegelmilch vielversprechende  Aussichten konstatiert werden konnten, kam es in der vergangen Woche zu einem Beratungsgespräch zwischen dem Landrat des Kreises Viersen, Dr. Andreas Coenen, dem dort für Planung zuständigen Beigeordneten Andreas Budde und Heiner Cöllen, einem der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU-Fraktion im Rhein-Kreis Neuss, diesmal in seiner Eigenschaft als Aufsichtsratsvorsitzender der beiden Gesellschaften des Unternehmens „Regiobahn“ mit Sitz in Mettmann.         

Beratungsgrundlage bot die Frage, wie die Westverlängerung der Regiobahn S 28 von der Station Kaarster See über Willich nach Viersen gelingen könnte. „Die S 28 – und damit eine zuverlässige, umsteigefreie und stets pünktliche Verbindung bis nach Düsseldorf - ist für uns nach wie vor eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte“, betont Landrat Dr. Andreas Coenen. „Wir haben das weitere Vorgehen besprochen – etwa einen Gesellschafter - Beitritt zur Regiobahn-GmbH. Wichtig ist es zum derzeitigen Zeitpunkt, mit allen Beteiligten in regelmäßigen, zielführenden Gesprächen zu bleiben“, macht Heiner Cöllen deutlich und weißt darauf hin, dass sich ein Schulterschluss zwischen den Städten Mönchengladbach, dem Kreis Viersen und den weiter beteiligten Kommunen in Richtung Aufnahme der Planung, deren Finanzierung und letztlich Umsetzung des Projektes im Lichte der Entlastung des überlasteten Straßenverkehrs der Region zugunsten aller davon betroffenen Bürger anbahne. Somit kämen Politik und Verwaltung ihren Aufgaben der Daseinsvorsoge nach, zeigten zugleich einen Ansatz für die benötigte Verkehrswende auf und leisteten einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz.

Cöllen: „Die Regiobahn als Unternehmen des schienengebundenen Personennahverkehrs und der VRR als künftiger Auftraggeber stehen dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber. Verschiedene Gutachten bestätigen die Erforderlichkeit und Sinnhaftigkeit des Projektes. Die IHK Mittlerer Niederrhein bekräftigt den dringlichen Bedarf. Das Vorhaben ist im ÖPNV-Bedarfsplan des Landes NRW angemeldet, der Startschuss steht also bevor!"
Heiner Cöllen weiß zudem aus der Eisenbahn-Historie zu berichten: „Es gab bereits einmal regelmäßig verkehrende Personenzüge von Neuss über Kaarst-Schiefbahn-Viersen-Dülken nach Brüggen!“