Ein Neubau als Politprojekt Der AK Wirtschaft zu Gast bei IKEA-Kaarst

Besonders der Blick hinter die Kulissen des Standortes offenbarte den Besuchern spannende Eindrücke.
Besonders der Blick hinter die Kulissen des Standortes offenbarte den Besuchern spannende Eindrücke.

Im Oktober 2017 war es so weit: Mit der neuen IKEA-Niederlassung eröffnete die neue Filiale an neuem Standort in Kaarst, die zugleich die weltweit nachhaltigste des Unternehmens sein sollte. Ein Projekt, das neugierig macht. Und so wollten sich auch die Mitglieder des Arbeitskreises Wirtschaft der CDU-Kreistagsfraktion ein Bild vom Konzept hinter dem Neubau machen. Tobias Höngen, stellvertretender Niederlassungsleiter, brachte der Besuchergruppe mit Freude und Stolz die Neuartigkeit des Gebäudes näher.

Mit der Einbindung des Werkstoffes Holz, vor allem schnell nachwachsendem Bambusholz, wollte das Unternehmen nicht nur die sonst in blau gehaltenen Fassaden auflockern, sondern mit ihm auch so viele Artikel aus Kunststoff wie nur möglich ersetzen. Zugleich sorgen große Fensterfronten in allen Bereichen der Verkaufsräume für ungewöhnlich viel Tageslicht, das durch dimmbare LED-Strahler und-Panele energieeffizient auch in den hintersten Winkel des Gebäudes getragen wird.

Durch eine Photovoltaikanlage und einen großen Speicher ist das Gebäude bei der Stromerzeugung nahezu autark aufgestellt. Selbst das Regenwasser wird zur Spülung der Toiletten im Haus genutzt.

„Man merkt, dass sich das Unternehmen bei der Konzeption des Baus viele Gedanken über das Thema Nachhaltigkeit gemacht hat und nicht nur mit Technik, sondern auch mit einer neuen Atmosphäre für Kunden wie auch Mitarbeiter im Gebäude sorgen möchte“, urteilt Jakob Beyen, Vorsitzender des Arbeitskreises.

Diese Einschätzung wurde auch bei der Führung durch die Bereiche für die Angestellten der Filiale untermauert. Neben einem eigenständigen Restaurant und einem Ruhe-Raum stehen den Mitarbeitern ebenso mehrere Fitnessräume und eine Terrasse zur Entspannung zur Verfügung. Das Angebot, am Arbeitsplatz auch Sport treiben zu können, werde bereits sehr gut angenommen, wie Höngen verriet.

Den Kunden zeigt sich die Ausstellung durch die Fensterfronten buchstäblich in neuem Licht. Auch wurden immer wieder Ruhe-Zonen eingefügt, in denen die Besucher während des Einkaufs eine Pause einlegen können. Auf drei Flächen innerhalb der Ausstellung möchte das Unternehmen den Kunden jeweils zehn Informationen über ein nachhaltiges Leben im Alltag, über die Nachhaltigkeit von IKEA-Produkten und ein verantwortungsbewusstes Energie- und Ressourcenmanagement näher bringen. Dies geschieht in Form von Tafeln, Präsentationen und Videos.

Jakob Beyen zeigte sich sichtlich erfreut darüber, dass IKEA am Standort Kaarst Mut zu Neuem bewiesen hat: „Mit dem Neubau zeigt das Unternehmen, was technisch heutzutage möglich ist und wie man gleichsam für Kunden und Mitarbeiter eine ansprechende und inspirierende Umgebung schaffen kann. Ich freue mich, dass IKEA dem Standort Kaarst treu geblieben ist und hoffe, dass man viel aus diesem Pilotprojekt lernen und für künftige Bauten übernehmen kann.“