Ausfall des RE 6 auf Jahre

CDU setzt sich für Taktverdichtung des RE 7 ein

Der neue RRX der Linie RE 6 (hier ein Beispielbild) wird baustellenbedingt lange nicht in Neuss und Dormagen halten. ©pixabay

Die die überzeugten Bahnnutzer aus Neuss und Dormagen recht überraschend ereilte und baustellenbedingte Streichung der Line RE 6 über Köln Hbf. zum Flughafen Köln / Bonn für rund drei Jahre bezeichnet der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Heiner Cöllen, als „nicht hinnehmbare Verschlechterung der schienengebundenen Personenbeförderung“.

Der RE 6 verkehrt in den kommenden Jahren mit kurzer Unterbrechung abweichend auf der rechten Rheinseite zwischen Düsseldorf und Köln, die Halte in Neuss und Dormagen sind damit vom Angebot des neuen Rhein-Ruhr-Express, für dessen Einführung am Bahnhof Dormagen aufwendige Anpassungs- und Modernisierungsarbeiten nötig wurden, ausgeschlossen.

„Die aktuelle Planung  bedeutet einen massiven Rückschritt der durch uns in den letzten Jahren erfolgten Bemühungen, den Takt des Regionalverkehrs vor allem in Dormagen mit direkten Anbindungen nach Köln und Düsseldorf zu steigern und so die Attraktivität des SPNV deutlich zu verbessern“ macht Cöllen deutlich. Der Verweis auf die Benutzung der S 11 (ca. 50 Minuten statt ca. 22 Minuten) oder den Umweg über Düsseldorf ist in seinen Augen wenig zielführend.

Die notwendigen Baumaßnahmen stehen in Zusammenhang mit der Modernisierung des Schienennetzes rund um den Knotenpunkt Köln, sorgen langfristig für die an die Bedürfnisse eines schnellen SPNV angepassten Kapazitäten in Nordrhein-Westfalen. 

Um auch in Zukunft eine Verbindung im zumindest halbstündigen Takt zu gewährleisten, setzt er sich beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) dafür ein, den RE 7 (Krefeld-Neuss-Dormagen-Köln-Rheine) zumindest zu Zeiten erhöhten Kundenbedarfs halbstündig verkehren zu lassen, gegebenenfalls auf einer verkürzten Strecke bis Köln Hbf, Köln-Deutz oder Flughafen Köln / Bonn. Letzterer ist auch von Köln Hbf. über die Kölner Südbrücke (Poll) erreichbar, wenn in Köln gebaut wird.

„Pendler aus Neuss und Dormagen brauchen eine verlässliche halbstündige Verbindung“ so der Verkehrspolitiker weiter. „Die nur stündliche Verbindung des RE7 wurde daher auch im jüngsten Nahverkehrsausschuss und in der Kreisverkehrsgesellschaft des Rhein Kreis Neuss vehement beklagt – auch mit dem Hinweis, dass sie auf dem Streckenabschnitt von Krefeld nach Neuss seit langem nicht ausreicht.“