Schulausschuss des Kreises CDU setzt sich erfolgreich für den Erhalt des Migrantenstipendiums ein

Die CDU-Kreistagsfraktion hat sich erfolgreich für den Erhalt des Migrantenstipendiums im Rhein-Kreis Neuss eingesetzt. Der Kreisschulausschuss beschloss in seiner Sitzung, das Förderprogramm fortzusetzen und auch weiterhin einen Stipendiaten/ eine Stipendiatin im Jahr mit monatlich 300 Euro zu fördern.

„Wir wollen weiterhin begabte junge Menschen, die mit ihren Familien aus dem Ausland in den Rhein-Kreis Neuss eingewandert sind und hier erfolgreich ihr Abitur erlangten, fördern“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende des Kreisschulausschusses, Birte Wienands. „Nicht die Herkunft, sondern die schulischen und sozialen Leistungen eines Menschen sind entscheidend. Das Migrantenstipendium soll diese Leistungen anerkennen“, unterstreicht die Meerbuscher CDU-Kreistagskandidatin.

Das Migrantenstipendium wurde 2009 auf Initiative der CDU-Kreistagsfraktion mit dem Ziel ins Leben gerufen, jungen Menschen, die aus dem Ausland in den Rhein-Kreis Neuss gezogen sind und dort ein gutes bis sehr gutes Abitur erlangten, ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen. Wurde zunächst nur ein Stipendiat/ eine Stipendiatin gefördert, beteiligte sich ab 2010 das Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen mit derselben Summe, sodass am Ende zwei Stipendiaten im Jahr mit je 300 Euro monatlich gefördert werden konnten. Seit 2013 werden nicht nur Absolventen der allgemeinbildenden Gymnasien, sondern zusätzlich auch Absolventen der Berufsbildungszentren unterstützt. Momentan gibt es neun Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Das Förderprogramm des Landes NRW, das das Migrantenstipendium finanziell unterstützte, ist inzwischen im bundesweiten Förderprogramm des Deutschland-Stipendiums aufgegangen. Dadurch haben sich die Vergabekriterien geändert: Die Auswahl der Stipendiaten/ Stipendiatinnen erfolgt nun primär über die Schulnoten. Dadurch kann jedoch nicht mehr gewährleistet werden, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Rhein-Kreis Neuss bei der finanziellen Förderung berücksichtigt werden.

Der Schulausschuss hat daher beschlossen, dass der Rhein-Kreis Neuss künftig die volle Höhe der Förderung von 300 Euro monatlich für alle Stipendiaten und Stipendiatinnen übernimmt. Die bisherigen Mittel des Deutschland-Stipendiums werden in voller Höhe durch den Kreis übernommen. Zudem wurde beschlossen, im Jahr 2014 ein zusätzliches Stipendium zu vergeben. „Wir setzen uns dafür ein, jungen Menschen, die oft unter schwierigen Startbedingungen erfolgreich zum Abitur gelangt sind, ein Studium zu ermöglichen“, so Dieter W. Welsink, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag. „Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben eine Vorbildfunktion für andere junge Menschen mit Migrationshintergrund.“