25 Mitglieder der CDU im Rhein-Kreis Neuss trafen sich zur ersten Sitzung der Europa-Kommission und diskutierten mit Jens Paulus (Konrad-Adenauer-Stiftung) über die Partner Deutschlands in Europa. CDU-Mitglieder diskutierten in neuer Europa-Kommission die drängendsten Fragen zu Europa

v.l.n.r.: Dr. Peter Fischer-Bollin, Jens Paulus, Frank Bachmann
v.l.n.r.: Dr. Peter Fischer-Bollin, Jens Paulus, Frank Bachmann

Dr. Fischer-Bollin (Meerbusch, CDU) und der Europabeauftragte der CDU im Rhein Kreis Neuss, Frank Bachmann, hatten die Mitglieder zur intensiven Debatte über Europa eingeladen. Dazu wurde der Europaexperte Jens Paulus von der Konrad-Adenauer-Stiftung aus Berlin nach Neuss geholt.

Deutschland braucht Partner in Europa, vor allem Frankreich.

Paulus stellte den anwesenden Mitgliedern seine Sicht von „Deutschlands Partnern in Europa“ vor. „Wir brauchen Partner, um die Euro-Krise bewältigen zu können, wir brauchen eine gemeinsame zentrale Sicherheits- und Außenpolitik, und wir brauchen eine kurzfristige Vorstellung von der Zukunft Europas“, so Paulus. Unumgänglich ist die Partnerschaft zu Frankreich, jedoch habe das Tandem Deutschland – Frankreich aktuell Schwierigkeiten und benötige wieder einen gemeinsamen Kurs, führte Paulus weiter aus. Polen sei in kurzer Zeit zu einem verlässlichen und starken Partner herangewachsen. Die Rolle Großbritanniens sei ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Die Rede Camerons biete Möglichkeiten und Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung der EU, dabei müsse Deutschland vorangehen. Sein Fazit lautete, man ist kein Europaskeptiker, wenn man kritisch nachfragt, vor allem kein Antieuropäer.
Offene und engagierte Diskussion der CDU-Mitglieder.

Die CDU-Mitglieder nahmen die Ausführungen Paulus dankend an und diskutierten intensiv mit ihm über eine mögliche eigene europäische Ratingagentur oder den Bruch der Maastrichtkriterien. Peter Fischer-Bollin freute sich über die rege Diskussion: „Genau diese Diskussion hatten wir uns erhofft.“

Nun nahm die Europa-Kommission ihre eigentliche Arbeit auf und befasste sich mit ihren möglichen Aufgaben und Themen. Frank Bachmann wies auf die Bedeutung eigener Themen hin, die „wir mit Hilfe der Mitglieder definieren wollen. Wir wollen Antworten finden auf die Fragen der Mitglieder. Was bedrückt sie, aber eben auch, was soll sich bessern, was wollen wir bewegen? Es geht um einen Prozess, den wir begleiten wollen.“ Es soll regelmäßig getagt und immer ein Redner eingeladen werden, der in ein europäisches Thema einführt. „Hier diskutieren die CDU-Mitglieder, um am Kurs der Partei in Sachen Europa mitzuarbeiten. Das ist nicht immer einfach, aber dringend notwendig“, ergänzt Fischer-Bollin.

Beim nächsten Treffen der Europa-Kommission soll die Perspektive des Auslands auf Deutschland mit einem französischen oder polnischen Politiker als Gast beleuchtet werden. „Wir hoffen darauf, wieder zahlreiche Mitglieder begrüßen zu dürfen, die sich für Europa und unsere Themen einsetzen und mitarbeiten möchten“, fasst Frank Bachmann die Idee der Europa-Kommission zusammen.