Statt Weihnachtspräsenten: CDU-Kreisverband spendete 750 Euro der kreisweiten ökumenischen TelefonSeelsorge

v.l.n.r.: Leiterin Barbara Keßler, Fördervereinsvorsitzender Dr. Manfred Oles, CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe MdB, Pfarrer Dr. Jörg Hübner, Vorsitzender des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt Neuss, Stadtdechant Pfarrer Jochen Koenig.
v.l.n.r.: Leiterin Barbara Keßler, Fördervereinsvorsitzender Dr. Manfred Oles, CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe MdB, Pfarrer Dr. Jörg Hübner, Vorsitzender des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt Neuss, Stadtdechant Pfarrer Jochen Koenig.

Wie in den vergangenen Jahren hat der CDU-Kreisverband Neuss darauf verzichtet, Weihnachtspräsente zu machen, um den eingesparten Betrag für einen guten Zweck zu spenden. In diesem Jahr freute sich so der Förderverein TelefonSeelsorge Neuss e.V. über eine Spende von 750 Euro. Der CDU-Kreisvorsitzende, Bundestagsabgeordneter Hermann Gröhe, betonte bei der Scheckübergabe: „Für mich ist es besonders eindrucksvoll und unterstützenswert, daß über 50 Frauen und Männer Tag und Nacht diesen so wichtigen Dienst anonym, verschwiegen und ehrenamtlich leisten.“

Mit der Spende will die CDU die für die Tätigkeit aller ehrenamtlichen Helfer unverzichtbare ständige Aus- und Weiterbildung unterstützen. Denn die beiden Kirchen können inzwischen die Kosten für die Teilnahme an Seminaren und Tagungen und die regelmäßige Supervision nicht mehr allein aus eigenen Kräften tragen. So wurde 1997 ein Förderverein gegründet, der weitere Mitglieder und Förderer gebrauchen kann.

Die Leiterin der TelefonSeelsorge, Barbara Keßler, nannte bei der Scheckübergabe, an der auch Fördervereinsvorsitzender Dr. Manfred Oles, der Vorsitzende des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden in der Stadt Neuss, Pfarrer Dr. Jörg Hübner, sowie Stadtdechant Pfarrer Jochen Koenig teilnahmen, einige wichtige Eckdaten: So ist die Zahl der jährlichen Anrufe auf knapp 19.000 im Jahr 2001 gestiegen, wobei die Altersgruppe der 11- bis 19jährigen inzwischen mehr als 28 Prozent ausmacht und damit die größte Gruppe der Hilfesuchenden darstellt.

Die Arbeit der TelefonSeelsorge wird zur Zeit von gut 50 ehrenamtlichen, geschulten Helfenden geleistet, von denen die meisten zwischen 50 und 60 Jahren alt sind. Etwa 80 Prozent der Helfenden sind weiblich. Viele sind schon lange im Team. Die längste „Dienstzeit“ liegt bei 31 Jahren. Derzeit sind 11 weitere Helfende in der speziellen Ausbildung. Sie kommen aus dem gesamten Kreisgebiet und werden dringend benötigt, da Bedarf für etwa 80 Helfende besteht. Die TelefonSeelsorge ist für alle im Kreis Neuss unter der kostenlosen Rufnummer 0800/1110111 erreichbar.