Bezirksregierung verzögert die Planungen erneut CDU-Kreistagsfraktion fordert zügige Genehmigung der Autobahnanschlussstelle Dormagen-Delrath

Der Nahverkehrs- und Straßenbauausschuss hat in seiner Sitzung am 29. Oktober 2014 über die Planung einer neuen Kreisverbindungsstraße zwischen Neuss-Allerheiligen und Dormagen-Delrath mit beiderseitigem Anschluss an die A57 beraten. Die gesetzlich vorgeschriebenen Gutachten für eine Genehmigung wurden von Seiten des Rhein-Kreises Neuss der Bezirksregierung Düsseldorf bereits im Jahre 2012 vorgelegt. Diese zögert eine Genehmigung jedoch bis heute heraus.

„Das Verhalten der Bezirksregierung ist überaus befremdlich“, erklärt Bertram Graf von Nesselrode (CDU), der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion und Kreistagsabgeordneter aus Grevenbroich. „Der Bezirksregierung liegen bereits seit langem alle notwendigen Unterlagen vor. Nun verlangt sie plötzlich eine kostspielige Aktualisierung, Ergänzung und Erweiterung der bestehenden Gutachten, ohne dass sie die grundsätzliche Genehmigungsfähigkeit der geplanten Anschlussstelle wie auch der Verbindungsstraße bestätigt hat. Anstatt die Planungen voranzutreiben, werfen uns die neuen Forderungen der Bezirksregierung um Jahre zurück.“

Aus Sicht der CDU-Fraktion ist die geplante Autobahnanschlussstelle Dormagen-Delrath notwendig, um den Verkehr im Neusser Süden sowie im Dormagener Norden zu entlasten. Ein entsprechender Bedarf wurde im Rahmen einer umfangreichen Verkehrsuntersuchung festgestellt. Zudem würden sich erhebliche Vorteile für die zahlreichen Zulieferbetriebe ergeben, die den gewerblich-industriellen Bereich im Neusser Süden und Dormagener Norden anfahren. Ferner hätte das geplante interkommunale Gewerbegebiet „Am Silbersee“ durch einen nahen Autobahnanschluss einen weiteren attraktiven Standortvorteil, den Unternehmen dazu bringen könnte, sich in der Region anzusiedeln und dort Arbeitsplätze zu schaffen.

Dieter W. Welsink, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag, fordert: „Wir erwarten von der Bezirksregierung, dass sie unsere Verwaltung nicht länger mit unnötiger Bürokratie beschäftigt, sondern endlich für Rechts- und Planungssicherheit sorgt. Für die Autofahrer sowie die Wirtschaft in unserem Kreis ist ein Autobahnanschluss in Dormagen-Delrath unverzichtbar.“