Protest der Kreishandwerkerschaft gegen rot-grüne Pläne: CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Gröhe und Willy Wimmer sichern "volle Solidarität" zu: "Rot-grüner Schnellschuß schlicht inakzeptabel"

Die Pläne der rot-grünen Bundesregierung, die Meisterprüfung als Zugangsvoraussetzung zur Selbständigkeit in der Mehrzahl der bisherigen Fälle wegfallen zu lassen, die auf den entschiedenen Protest auch der Handwerkerschaft im Rhein-Kreis Neuss gestoßen sind, waren jetzt Gegenstand eines intensiven Meinungsaustausches der Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe und Willy Wimmer mit der Kreishandwerkerschaft.

In dem Gespräch machten Kreishandwerksmeister Roland Geller, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Paul Neukirchen, und der Obermeister der Bauinnung, Siegfried Rohde, deutlich, daß eine Schwächung des Handwerks keine neuen Arbeitsplätze schafft. Zugleich würden diejenigen hart getroffen, denen man in Sonntagsreden immer wieder für ihren überragenden Beitrag zu Berufsausbildung dankt. Hermann Gröhe und Willy Wimmer sicherten der Kreishandwerkerschaft die volle Solidarität der Union zu und machten deutlich, daß aus ihrer Sicht der rot-grüne Schnellschuß schlicht inakzeptabel sei.

Auch die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sehe bei der Handwerksordnung Modernisierungsbedarf und begrüße daher die umfangreichen Reformvorschläge des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks. Es gehe darum, den Meisterbrief dynamisch, flexibel und europafest zu gestalten, nicht aber das Kind mit dem Bade auszuschütten. Denn Deutschland sei mit dem Meisterprinzip sehr gut gefahren, wenn es um Qualitätssicherung, Ausbildung und Arbeitsplätze geht. Der Verlust von über einer Million Arbeitsplätzen im Handwerk seit 1998 und über 10 000 Betriebsaufgaben im Handwerk in 2002 sei nicht dem Meisterbrief zuzuschreiben, sondern einer mittelstandsfeindlichen rot-grünen Wirtschaftspolitik. Wer jetzt auch noch mit einer Ausbildungsplatzabgabe droht, zeigt zudem, daß er den Ernst der Lage des deutschen Mittelstandes nicht begriffen hat.