Engagement der Bayer AG gewürdigt Bundestagsabgeordneter Hermann Gröhe und Landtagsabgeordneter Karl Kress "sehr beeindruckt von neuen Ausbildungsangeboten am BBZ Dormagen"

Zu einem intensiven Meinungsaustausch trafen sich jetzt Hermann Gröhe MdB und Karl Kress MdL mit dem Leiter des Berufsbildungszentrum Dormagen, Bernd Classen, und seiner Stellvertreterin Frau Bruchhausen. An dem Gespräch nahm auch Dr. Bernd Baasner, verantwortlich für die Aus- und Fortbildung der Bayer AG in Dormagen, teil.

Auch wenn verschiedene Fachklassen, aber auch einzelne Schülerinnen und Schüler, in den letzten Jahren immer wieder mit besonderen Auszeichnungen auf Landesebene gewürdigt wurden, und man - so Schulleiter Classen - „auf diese schönen Erfolge sicherlich stolz sein kann“, ging es im Gespräch auch um Jugendliche, die zusätzliche Unterstützung brauchen. Immer mehr Schülerinnen und Schüler hätten erhebliche Defizite vor allem im sprachlichen Bereich, in der Mathematik und in ihrem Sozialverhalten. Man arbeite engagiert daran, diese Defizite abzubauen, und setze dabei auf einen guten Kontakt zum Elternhaus. Als wichtige Unterstützung habe sich auch die Einstellung einer Sozialpädagogin in der Schule erwiesen. Dr. Baasner ergänzte diese Schilderungen mit den Erfahrungen aus dem „Starthilfe“-Programm der Bayer AG in Dormagen, einem seit 1988 bestehenden Förderprogramm für jährlich jeweils 25 Jugendliche zur Erlangung der Ausbildungsreife. Dieses Programm wird zu 100 Prozent von der Bayer AG selbst finanziert. Dazu trägt der Verzicht aller Mitarbeiter auf geringfügige Entgeltbestandteile bei. Das „Starthilfe“-Programm eröffne jungen Leuten den Weg in eine zukunftsträchtige Berufsausbildung.

Hermann Gröhe bezeichnete den Mitarbeiterverzicht als „ein eindrucksvolles Beispiel für Generationensolidarität“, würdigte aber auch Anstrengungen der Bayer AG, schon bei ganz jungen Schülerinnen und Schülern Interesse für Naturwissenschaften zu wecken. So bietet die Bayer AG Grundschulen Fortbildungsangebote an, die deren Lehrerinnen und Lehrer bei der Durchführung von naturwissenschaftlichen Experimenten auch vor Ort in ihren Klassen unterstützen.

Zur Verstärkung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenz hat das Berufsbildungszentrum Dormagen ein ganz neues Ausbildungsangebot. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fächer Chemie, Physik, Biologie und angewandte Informatik. Der Start wird bereits mit Beginn des neuen Schuljahres, Mitte September 2003, sein. „Junge Leute mit Fachoberschulreife und Neigung zu diesen Fächern erreichen in dieser zweijährigen höheren Berufsfachschule die Fachhochschulreife (schulischer Teil) und damit auch eine gezielte Vorbereitung auf entsprechende Ausbildungsberufe und Fach- bzw. Hochschulstudiengänge“, erläuterte Schulleiter Classen.
Herr Dr. Baasner begrüßte auch aus Sicht der Industrie die Einrichtung dieses Bildungsganges. Da er für die Absolventen hervorragende berufliche Perspektiven voraussieht, empfiehlt er den jungen Leuten dieses neue Angebot sehr.

Herr Classen bedauerte es, dass die Landesregierung NRW den Antrag auf Schaffung eines Ausbildungsangebotes für Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) am Berufsbildungszentrum in Dormagen abgelehnt hat. Ein derartiges schulisches Angebot war vom Berufsbildungszentrum und dem Rhein-Kreis Neuss in enger Zusammenarbeit mit der Apothekerkammer Nordrhein sowie der Bezirksregierung Düsseldorf für das laufende Schuljahr entwickelt worden. Bisher gebe es in NRW in diesem Bereich nur schuldgeldpflichtige private Ausbildungsangebote.
Karl Kress sagte zu, sich nochmals intensiv dafür einzusetzen, dass dieser Bildungsgang doch noch am Berufsbildungszentrum Dormagen realisiert werden könne.