Karl Kress und Heinz Sahnen blickten zurück Abschied nach einem erfolgreichen Jahrzehnt im Landtag

v.l.n.r.: Karl Kress, Lutz Lienenkämper und Heinz Sahnen
v.l.n.r.: Karl Kress, Lutz Lienenkämper und Heinz Sahnen

Bilanz nach zehn Jahren politischer Arbeit als CDU-Abgeordnete im Rhein-Kreis Neuss zogen jetzt die beiden Landtagsabgeordneten Karl Kress und Heinz Sahnen im Rahmen einer Pressekonferenz, zu der ihr Abgeordnetenkollege und Landesbauminister Lutz Lienenkämper in seinem Amt als Kreisparteivorsitzender eingeladen hatte. Im Karl-Arnold-Raum, dem wohl schönsten Besprechungszimmer im Landtagsgebäude mit herrlichem Blick über den Rhein sprachen Sahnen und Kress über ihre Erfolge in der parlamentarischen Arbeit, über unerledigt Gebliebenes und über ihre persönlichen Pläne für die Zukunft.
Karl Kress (66), langjähriger Vorsitzender der CDU in Dormagen, Mitglied des Kreistages und als Landtagsabgeordneter zuständig für Dormagen, Grevenbroich und Rommerskirchen, war als anerkannter Fachmann seiner Fraktion für die Umweltpolitik tätig: Er arbeitete im Beirat für Immissionsschutz mit, war maßgeblich an der Verbesserung der Feinstaubanalytik beteiligt, half mit bei der Einführung der heute gültigen Hygienestandards und brachte den Bau der CO-Pipeline von Krefeld nach Dormagen mit auf den Weg. Nicht durchsetzen konnte Kress sich mit seiner Idee von der Schienenverbindung zwischen den beiden Aluminiumstandorten in Grevenbroich und Neuss-Norf. Und auch auf dem Eisernen Rhein verkehren noch keine Güterzüge. "Da ist noch vieles im Fluss", resümierte der Zonser und hofft auf konkrete Ergebnisse so mancher Maßnahme, die er begleitet hat.
Heinz Sahnen (63), war viele Jahre Vorsitzender der CDU in Neuss, war Mitglied des Kreistages und ist Ratsherr in Neuss. In beiden Gremien war Heinz Sahnen Fraktionsvorsitzender. Im Landtag erwarb sich der überzeugte Neusser mit emsländischen Wurzeln als wohnungsbaupolitischer Sprecher einen hervorragenden Ruf: viele seiner Ideen, so der Bauminister, seien mittlerweile zum Standard geworden. 120 Millionen sind auch auf Sahnens Initiative hin als Landesförderung für den Wohnungsbau allein in den zurückliegenden fünf Jahren in den Rhein-Kreis Neuss geflossen. Als große Aufgabe für die Zukunft sieht Heinz Sahnen das Reagieren auf den demographischen Wandel sowie die Integration: "Politik muss hier noch mehr gestalten als bisher".
Das will Heinz Sahnen auch weiterhin als Ratsherr in Neuss tun. Zudem hat er bereits Ideen für Buchprojekte und seine jüngst gegründete Baugesellschaft für den sozialen Wohnungsbau.
Karl Kress möchte gerne weiter im Immissionsschutz-Beirat mitarbeiten, im Kreis der ehemaligen Landtagsabgeordneten Heinz Sahnen und viele weitere Kolleginnen und Kollegen treffen und im übrigen mehr Zeit mit seiner Frau verbringen.
Kreisparteivorsitzender Lutz Lienenkämper dankte Kress und Sahnen im Namen des CDU-Kreisverbandes für ihre engagierte und so erfolgreiche Arbeit als Landtagsabgeordnete für die Menschen im Rhein-Kreis Neuss und verband damit das Lob für die von ihnen gesetzten Maßstäbe, die auch in Zukunft Bestand hätten.