CDU-Kreisvorsitzender Hermann Gröhe zum 9. November 2002: "Unsere Geschichte mahnt uns zur Entschlossenheit gegenüber Extremisten und Fanatikern!"

Für den Vorsitzenden der CDU des Kreisverbandes Neuss, den Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe, verbindet sich mit dem Datum des 9. Novembers, so unterschiedlich auch die Ereignisse sind, an die wir an diesem Tage denken, eine gemeinsame Lehre und Verpflichtung, nämlich unser Einsatz für Freiheit und Demokratie. Während der 9. November 1938, die sogenannte Reichspogromnacht, zu dem dunkelsten Kapitel unserer Geschichte, mit der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden gehöre, sei der 9. November 1989, der Fall der Berliner Mauer, eine wirkliche Sternstunde der deutschen Geschichte.

Hermann Gröhe: Unsere Geschichte mahnt uns zur Entschlossenheit gegenüber Extremisten und Fanatikern. Wer die Würde des Mitmenschen mißachtet und Hass gegen ihn sät oder gar in rassistischer Verblendung und religiösem Wahn Gewalttaten verübt, muß auf den entschiedenen Widerstand einer wehrhaften Demokratie stoßen. Zugleich gelte es, beherzt die innere Einheit Deutschlands zu vollenden und an der Einigung Europas zu arbeiten. Angesichts der andauernden Freude über das Wunder des Mauerfalls sei es für ihn ein hoffnungsvolles Zeichen, daß die PDS nicht mehr in Fraktionsstärke im Deutschen Bundestag vertreten ist, aber nach wie vor völlig inakzeptabel, daß die SPD ausgerechnet in Berlin mit den SED-Erben koaliert, die bis heute keine eindeutigen Worte der Entschuldigung für Mauer und Schießbefehl gefunden haben.