Landeszuschuss ist lediglich Tropfen auf dem heißen Stein Rhein-Kreis Neuss investiert 15 Mio. Euro in Inklusion

Der Kreisausschuss wird in seiner nächsten Sitzung über die finanzielle Förderung von Menschen mit Behinderungen im Rhein-Kreis Neuss beraten.

„Der Rhein-Kreis Neuss investiert in diesem Jahr die Spitzensumme von 15 Mio. Euro in die Inklusion“, erklärt Dieter W. Welsink, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag. „Tendenz steigend: In 2017 werden es knapp 16 Mio. Euro sein. Unsere damit finanzierten Maßnahmen und Projekte sind erfolgreich, wie die gerade erst stattgefundene Inklusionskonferenz am 03. Juni 2016 bestätigt hat. Damit haben wir die Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Rhein-Kreis Neuss ein großes Stück nach vorne gebracht.“

Zur Förderung von Menschen mit Behinderungen investiert der Rhein-Kreis Neuss unter anderem

  • 8 Mio. Euro in seine sieben Förderschulen
  • 31.000 Euro in eine Berufsvorbereitung von Menschen mit Behinderungen zu Hausmeisterassistentinnen und –assistenten im Rahmen einer Bildungspartnerschaft zwischen dem Berufsbildungszentrum Neuss-Hammfeld und der Schule am Nordpark
  • 5.000 Euro in das Pilotprojekt „Inklusionsnetzwerk im Sport“, an dem sich zahlreiche Vereine und Athletinnen und Athleten mit und ohne Behinderungen beteiligen. Nach Auslaufen der Landesförderung hat der Rhein-Kreis Neuss seine finanziellen Anstrengungen hier sogar verdoppelt.
  • In weitere Maßnahmen zur Eingliederungshilfe, Jugendarbeit, Sprachförderung, Sport- und Familienfeste.

Die Zuschüsse der Landesregierung an den Rhein-Kreis Neuss liegen in diesem Jahr bei lediglich 147.500 Euro. Welsink: „Das ist zu wenig. Die Zuschüsse fließen auch lediglich in einen Bereich, nämlich in die Aufwendungen für schulische Inklusion. Eine Förderung in der Breite fehlt. Das Land muss hier deutlich mehr Verantwortung übernehmen und unseren Rhein-Kreis Neuss entlasten. Davon würden am Ende auch unsere Städte und Gemeinden profitieren.“